Porsche & Piech, Mateschitz sind die reichsten Österreicher

8. Juli 2022

Mateschitz ist der reichste Mensch Österreichs © APA / GEORG HOCHMUTH

Das Vermögen der 100 reichsten Österreicher ist gegenüber dem Vorjahr in etwa gleich geblieben. Stand 2021 besaßen sie laut einer aktuellen Analyse von „trend“ gemeinsam rund 200 Milliarden Euro. Die Stagnation ist unter anderem auf die wirtschaftlichen Folgen des Ukrainekriegs zurückzuführen. Die Familien Porsche und Piech (41,6 Milliarden Euro) sowie Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz (24,9 Milliarden Euro) rangieren weiterhin auf Platz eins der reichsten Österreicher.

Weil aber das Vermögen der Eigentümerfamilien von VW Porsche und Piech auf Dutzende Personen verteilt ist, ist Mateschitz der mit Abstand reichste Mensch Österreichs. Im Vorjahr wurde sein Vermögen auf 16,4 Milliarden Euro geschätzt. Der erneute Sprung erklärt sich aus dem stetigen Wachstum und der hohen Profitabilität des Getränkeherstellers.

Der dritte Platz ging wie im Vorjahr an Elisabeth Schaeffler, zusammen mit ihrem Sohn Georg Großaktionärin von Continental und Inhaberin eines Vermögens von 6,4 Milliarden Euro. Allerdings sei das Vermögen von Schaeffler, das auf Aktien der beiden Autozulieferer Continental und Schaeffler basiere, durch Lieferkettenprobleme und steigende Energiekosten um rund 3 Milliarden Euro eingebrochen, schreibt der „Trend“.

Die Familie Wlaschek, Nachfolgerin des 2015 verstorbenen Milliardärs und ehemaligen Billa-Gründers Karl Wlaschek, blieb auf Platz vier (5,4 Milliarden Euro). Auf Platz fünf landete der Wiener Immobilienunternehmer Georg Stumpf (5 Mrd. Euro). Immobilieninvestor Rene Benko blieb mit einem Vermögen von 4,9 Milliarden Euro auf Platz sechs. Novomatic-Gründer Johann Graf, der letztes Jahr Fünfter wurde und nun auf Platz sieben der Liste steht, ist noch weiter zurückgefallen.

Unter den Gründern österreichischer Start-ups, deren Unternehmen inzwischen den Status von Einhörnern haben, also mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden, lagen Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal von N26 mit jeweils 800 Millionen Euro Privatvermögen ganz vorn ( Platz 58 in der Gesamtwertung). ). .

Die Bitpanda-Gründer Eric Demuth, Paul Klanschek und Christian Trummer (Platz 83) sammelten jeweils 400 Millionen Euro ein. Die Plattform hatte im vergangenen Jahr den Unicorn-Status erreicht, kämpfte aber zuletzt mit kryptografischen Marktcrashs. Ebenfalls unter den Top 100 sind die GoStudent-Gründer Gregor Müller und Felix Ohswald mit einem Vermögen von jeweils 250 Millionen Euro.

Insgesamt hatte der „Trend“ 49 Milliardäre in Österreich, 3 mehr als 2021. Die Vermögenskonzentration in Österreich dürfte dadurch weiter zunehmen. Derzeit besitzen 400 Superreiche rund ein Drittel des Finanzvermögens in Österreich, so der „trend“ unter Berufung auf den aktuellen „Global Wealth Report“. Die Ungleichheit ist viel ausgeprägter als in anderen Ländern.

Die Arbeiterkammer (AK) und der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) reagierten mit Empörung auf die Liste der Reichen. Angesichts der hohen Inflation und der wachsenden Zahl von Milliardären müssen die Steuern für die Superreichen dringend erhöht werden. „Auch wenn die Regierung diese Steuer zum jetzigen Zeitpunkt nicht einführen will, werden wir uns davon nicht aufhalten lassen. Wir werden weiterhin eine starke Stimme bei der Steuererhöhung für die ganz Reichen sein“, sagte AK-Präsidentin Renate Anderl in einer Aussendung.

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