Proben von Verdis Oper „Nabucco“

Kultur

Verdis „Nabucco“, eine Oper, die ein großes Herz erfordert, wird dieses Jahr im St. Paul’s Quarry aufgeführt. Margarethe. In diesem Jahr singen 68 Damen und Herren der Wiener Philharmoniker den berühmten „Gefangenenchor“: Proben finden in Wien statt.

29.06.2022 15.00 Uhr

Online ab heute, 15:00 Uhr

Der „Gefangenenchor“ ist der Erfolg von Giuseppe Verdis dritter Oper „Nabucco“, mit der der Komponist 1842 einen durchschlagenden Erfolg feierte. „Die Vertrautheit macht es schwer und man muss immer wieder versuchen, das Beste herauszuholen hinein und nicht nur singen, wie das Sprichwort sagt, sondern wirklich gestalten, vom Pianississimo bis zum Fortissimo“, sagt Walter Zeh, Chor. Chorleiter der Wiener Philharmoniker.

Der Chor der Wiener Philharmoniker singt bei den Salzburger Festspielen und in Grafenegg und seit 2015 auch im St. Margarethe. Zehnmal haben die 68 freischaffenden Sängerinnen und Sänger bereits für „Nabucco“ geprobt. In Zusammenarbeit mit dem musikalischen Leiter Alvise Casellati wird im Lorelysaal in Wien fröhlich und konzentriert an der Aufführung gearbeitet.

ORF Der Chor der Wiener Philharmoniker probt im Lorelysaal

Die Solisten proben im Steinbruch

Währenddessen auf der Bühne von St. Margarethen, Regisseur Francisco Negrin probt die szenische Umsetzung. Immer noch ohne die 100 Statisten, aber mit mehreren Solobesetzungen. „Jede Abigaille wird ein bisschen anders sein, weil sie von innen kommt. Mir gefällt, dass Francisco sehr unterstützend ist. Er versucht, in jedem Darsteller etwas zu öffnen, und das ist wirklich erstaunlich“, sagt Ekaterina Sannikova, „Abigaille“ Overvoice.

“So harmonisch habe ich es selten erlebt. Und wir sind alle doppelt und dreifach beschäftigt. Da ist meiner Meinung nach gar nicht das Konkurrenzgefühl, sondern eher ein gegenseitiges Helfen und das ist sehr schön”, sagt er. Luise Dreßen, “Fenena”.

ORF Alle Solisten sind mehrfach besetzt

Auch der künstlerische Produktionsleiter Hendrik Müller ist dafür verantwortlich, dass alles funktioniert. Er plant und koordiniert die täglichen Proben und ist für das Set verantwortlich. „Gemeinsam mit meiner Partnerin Katharina sind wir die Eltern der Produktion, man könnte sagen, wir sind Vater und Mutter. Und Künstler sind alle unsere Kinder. Und wir sehen, dass es allen gut geht“, sagt Müller. „Nabucco“ wird vom 13. Juli bis 14. August in St. Margarethen gespielt.

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