Fehlendes Detail am Eingang
Der Australier will in den Urlaub fahren und landet im US-Gefängnis
Eigentlich wollte er in den USA Urlaub machen, doch die Reise entpuppte sich für Jack Dunn als Horrortrip. Der Australier hatte bei der Einreise ein Detail übersehen und wurde deshalb wie ein Krimineller behandelt. Seitdem leidet er unter Panikattacken.
Gepostet: vor 46 Minuten
Der Australier Jack Dunn (23) wollte unbedingt die USA bereisen und dann Mexiko erkunden. Aber daraus wurde nichts. Laut The Guardian wurde die Reise für den jungen Mann zu einem Albtraum. Er kam zunächst ins Gefängnis und wurde später nach Australien abgeschoben. Der Grund für die Odyssee: ein besonderes Einreisegesetz.
Dunn beantragte für seine Reise in die Vereinigten Staaten im Mai eine Befreiung von der Visumpflicht. Diese wurde ihm gewährt. Der 23-Jährige wusste, dass er seine Pläne den US-Behörden beweisen musste. So weit, ist es gut.
Was er jedoch verlor, war eine Regel, die von Antragstellern verlangte, nachzuweisen, wie sie die Vereinigten Staaten verlassen wollten. Ebenfalls wichtig: Die Reise darf nicht in einem direkt an die USA angrenzenden Land enden. Beispielsweise könnte Dunn ein Ticket zurück nach Australien gezeigt haben.
Einen Flug konnte er nicht buchen
Aber ich hatte keine. Und weil Mexiko eine gemeinsame Grenze mit den Vereinigten Staaten hat und Dunn keine Reise über Mexiko hinaus gebucht hatte, wartete bereits ein US-Zoll- und Grenzschutzbeamter am Flughafen von Honolulu, Hawaii, auf ihn.
Zu Dunns Überraschung hatte er keine Ahnung, dass er gegen das Gesetz verstoßen hatte. Als er seinen Fehler bemerkte, war es zu spät. Er wurde in ein Verhörzimmer gebracht. Keine Möglichkeit des Internetzugangs. Dies hinderte Dunn daran, seine Familie zu kontaktieren oder einen Flug in ein anderes Land zu buchen.
“Ich wurde wie ein Verbrecher behandelt, wie ein Stück Scheiße”
Die Grenzschutzbeamten blieben hart. Sie wollten den Australier nicht ins Land lassen, aber er kam ins Gefängnis. Eine Erfahrung, die ihn mit schlechten Erinnerungen zurückließ. „Die Wachen und die Insassen hatten keine Ahnung, warum ich dort war. Sie behandelten mich wie einen Verbrecher, wie ein Stück Scheiße“, sagte er dem Guardian.
Dunn sagte, er sei mit einem anderen Gefangenen in einer Zelle gewesen, der die Wand mit Blut und Fäkalien beschmiert habe. Nach 30 Stunden war der Albtraum des Australiers vorbei. Sie brachten ihn zurück zum Flughafen und nahmen ein Flugzeug nach Hause.
Die Erfahrung hat Dunn geprägt. Seitdem leidet er unter Panikattacken. Kürzlich musste er seinen Urlaub in Thailand verkürzen und nach Australien zurückkehren. (ced)