Prorussische Äußerungen: Der Leiter der Irrenanstalt Zug wurde entlassen

“Die Welt der Unreinheit reiten”

Der Leiter des Asylheims Zug feuerte wegen prorussischer Äusserungen

Der Leiter des Durchgangsbahnhofs Steinhausen ZG postete auf Facebook pro-russische Posts. Er beleidigte auch wiederholt die LGBTQ-Community. Jetzt wurde der Mann sofort freigelassen. Es muss rechtliche Konsequenzen haben.

Veröffentlichung: 11:41 Uhr

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Aktualisiert: vor 25 Minuten

Bereits im März 2021 machte Alexander P.* vom Durchgangsbahnhof Steinhausen ZG negativ auf sich aufmerksam. Mehrere ehemalige Mitarbeiter warfen ihm Mobbing und Belästigung vor. Er durfte jedoch weiterhin als Manager arbeiten.

Aber das ist vorbei. Am Dienstagmorgen wurde Alexander P. laut «Luzerner Zeitung» sofort entlassen. Gründe für die Ausnahme sind nicht Mobbing und Belästigung, sondern prorussische, homophobe und sexistische Äußerungen auf Facebook.

Errichten Sie eine „Neue Weltordnung“.

Am 30. Januar 2022 veröffentlichte Alexander P. ein Propagandavideo der russischen Armee. Er schrieb: “Helden, die die Welt von der Unreinheit befreien.” Vor allem in Bezug auf die LGBTQI+ Community hat Alexander P. immer wieder das Wort Impurity verwendet.

Der Direktor der Durchgangsstation bezeichnete den Westen als “böse” und als “Bündnis unreiner Abfälle”. Außerdem muss eine „neue Weltordnung“ geschaffen werden. Die von Russland eroberten ukrainischen Gebiete seien für Alexander P. “befreite” Gebiete. Zu heiklen Themen wie dem Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine schrieb er: “Wann?”

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Die Zuger Behörden distanzierten sich von Alexander P.

Auch „Jungfräulichkeit“ war dem ehemaligen Anführer wichtig. Wiederholt sprach er von der „heiligen und reinen Mutter“. Sie postete auch die Visualisierung eines weiblichen Geschlechtsnähens. Dies soll eine Wiederherstellung der Jungfräulichkeit darstellen.

Diesmal hatten die Zuger Behörden die Schnauze voll von Alexander P. Regierungsrat Andreas Hofstettler erklärte, die Direktion des Innern distanziere sich «in jeder Hinsicht vollumfänglich» von den Aussagen des Verantwortlichen des Durchgangsbahnhofs.

Es hatte nichts mit den Ukrainern zu tun

Innerhalb weniger Stunden wurde die Freilassung von Alexander P. beschlossen. Hofstettler versicherte zudem, dass der Leiter der Durchgangsstation nie mit ukrainischen Flüchtlingen bei der Arbeit zu tun habe. Aus Angst vor Spannungen wurden sie von Flüchtlingen aus anderen Ländern getrennt. Der Grund für die Angst war das Privileg des S-Status ukrainischer Flüchtlinge.

Alexander P. hat am Dienstag sein Facebook-Profil gelöscht. Der ehemalige Chef äußerte sich nicht zu seiner Freilassung. Er soll seinen Vorgesetzten mitgeteilt haben, dass er für die Medien nicht erreichbar sei. Strafrechtliche Sanktionen könnten folgen. (obf)

*Name geändert

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