Jetzt heißt es 10 Tage zittern: Am Montag wird die wichtige Gaspipeline Nord Stream 1 geschlossen, ob Putin sie später wieder in Betrieb nimmt, bleibt abzuwarten.
Die wichtigste Verbindung von russischem Erdgas nach Österreich wird am Montagmorgen geschlossen. Nach Angaben Russlands sind Wartungsarbeiten an der Gaspipeline Nord Stream 1 in der Ostsee seit langem angekündigt. Experten rechnen daher in den nächsten zehn Tagen mit weniger Gaslieferungen. Wird der Wasserhahn am 21. Juli wieder geöffnet? In Deutschland, wo die Verbindung ebenfalls abgeschaltet wird, gibt es Bedenken.
Das Speicherziel kann erreicht werden
Laut Experten des österreichischen Krisenstabs werden geringere Gaslieferungen Auswirkungen auf die Speicherung haben. Am Freitag stiegen die Füllstände in Österreich um 0,34 Prozent. Trotz eines absehbaren Rückgangs kann nach Berechnungen der E-Control das Speicherziel der Bundesregierung (80 Prozent zu Beginn der Heizperiode, aktuell 47 Prozent sind da) noch eingehalten werden, sofern Russland im vereinbarten Umfang wieder Erdgas liefert Volumen. nach Wartung. Der kritische Moment ist daher der geplante Neustart der Pipeline, der für den 21. Juli geplant ist.
Gewessler: „Russland ist kein verlässlicher Partner“
Laut Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) war die Wartung der Pipeline schon länger angekündigt, also bei allen Planungen und Berechnungen berücksichtigt worden. „Aber wir wissen das auch ganz genau: Russland befindet sich im Krieg. Wir können Russland nicht vertrauen. Niemand kann heute vorhersagen, ob die Lieferungen vollständig wieder aufgenommen werden“, sagte der Minister. Der 21. Juli sei daher das kritische Datum für die Gasversorgung in ganz Europa, betont er.
Es wird mit einem deutlichen Rückgang der Lieferungen gerechnet
Wie Experten immer wieder betonen, spielt die Pipeline Nord Stream 1 bei direkten Gaslieferungen nach Österreich nur eine untergeordnete Rolle. Österreich wird hauptsächlich über das Pipelinesystem durch die Ukraine versorgt. Aufgrund des Totalausfalls der Lieferung über Nord Stream 1 aufgrund von Wartungsarbeiten ist jedoch auch in Österreich mit einem deutlichen Lieferrückgang zu rechnen.
Der Speicher muss zu 80 % gefüllt sein.
Nach aktuellen Berechnungen kann Österreich weiterhin durch Importe versorgt werden. Die Einlagerung in österreichische Speicher wird jedoch deutlich zurückgehen. Die E-Control hat diesen Rückgang in ihren Berechnungen zum Zwecke der Speicherung berücksichtigt. Österreichische Speicher müssen laut Regierungsbeschluss zu Beginn der Heizsaison zu 80 Prozent gefüllt sein. Dieses Ziel kann laut E-Control trotz Wartung erreicht werden, wenn die Belieferung anschließend wieder aufgenommen wird.
Nav-Comptenico Time10.07.2022, 12:19 | Akt: 10.07.2022, 12:27