Von Christoph Bühl
„Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen bei dieser Person Anzeichen irgendeiner Krankheit oder eines Leidens erkennen können.“ – So hat der russische Außenminister Sergej Lawrow am Sonntag eine Frage des Fernsehsenders TF1 zum Gesundheitszustand der Bevölkerung beantwortet. Der russische Diktator Wladimir Putin (69). Lawrow war der erste hochrangige Kreml-Beamte, der sich zu laufenden Gerüchten äußerte.
Unmittelbar zuvor hatte ein ganz konkreter Bericht Putins Vertrauten aus der Reserve geworfen. Der englische „Mirror“ berichtete unter Berufung auf einen anonymen russischen Geheimagenten, dass der Herrscher Russlands an einer unheilbaren Krankheit leide und nicht mehr viel zu leben habe.
Über Putins Gesundheit wurde in den vergangenen Wochen immer wieder spekuliert. Möglicher Krebs wurde immer wieder erwähnt; Die Tests umfassten sein körperliches Erscheinungsbild (geschwollenes Gesicht, angeblich als Folge seiner Medikamente) oder seine steifen öffentlichen Auftritte – im April beispielsweise blieb er während seines Gesprächs mit Verteidigungsminister Sergej Schoigu am Tisch.
Laut „Mirror“ füttert nun ein FSB-Agent die Krebs-Theorie und stellt weitere Behauptungen auf, die aufklären sollen: Putin ist vorbei! Der Agent soll berichtet haben, Putin habe “schweren Krebs und mache schnelle Fortschritte”.
▶︎ Die Zeitung zitiert den Agenten wörtlich: „Er hat nur noch zwei, drei Jahre zu leben.“ Die Krankheit führt auch dazu, dass Putin allmählich sein Augenlicht verliert.
Dann gibt es eine Enthüllung, die Putins angespannte Fernsehauftritte erklären könnte: „Wir haben das Gefühl, er leidet unter Kopfschmerzen. Auf eine Seite passen nur noch wenige Sätze. Ihre Sehkraft verschlechtert sich dramatisch.“
Neben Krebsgerüchten wurde in der vergangenen Woche auch über Krankheiten wie Parkinson und Multiple Sklerose (MS) spekuliert. Der Agent sagte über einen wackeligen Auftritt im Fernsehen: “Seine Glieder zittern unkontrolliert.”
Die Enthüllungen stammen aus einer angeblich geheimen Nachricht, die der Spion an einen FSB-Deserteur geschickt hat, der sich jetzt angeblich vor Putins Leuten in Großbritannien versteckt. Die Notiz besagte, dass Putin trotz des großen Drucks seiner Manuskripte die Augen kreuzen musste.
Weiter schreibt der Agent: „Er möchte keine Brille als Hilfsmittel tragen, weil dies ein Zeichen von Schwäche wäre. (…) Früher war er gegenüber seinen Untergebenen ruhig, aber jetzt hat er unkontrollierte Wutausbrüche. völlig verrückt.“ und traue kaum jemandem.”
Wladimir Putin Foto: picture alliance / dpa / Russian Presidential Press
Neue Meldungen können nicht abschließend geprüft werden; Fest steht jedoch: Für Putin hatte seine Gesundheit in den vergangenen Jahren Priorität. Er nahm traditionelle Hornbäder, flog Dutzende Male nach Sotschi, um sich von einem Onkologen behandeln zu lassen. Derzeit ist ein Team von Ärzten immer an seiner Seite. Nichts deutet auf eine hervorragende körperliche Verfassung hin.
Gleichzeitig will Putin den Anschein des unbesiegbaren Herrschers wahren: Verdächtige TV-Clips werden zensiert, öffentliche Auftritte, die er besucht, gekürzt, nur um seine Probleme zu vertuschen.