„Putin ist bislang strategisch gescheitert“

Der stellvertretende US-Außenminister Robin Dunnigan ist für die Ukraine zuständig. Im Interview spricht er über US-Ziele, Russlands Fehleinschätzungen, die Auswirkungen von Sanktionen und die österreichische Neutralität.

Die Presse: Wie lautet Ihre Bilanz nach 100 Tagen Krieg in der Ukraine?

Robin Dunnigan: Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern haben wir große Anstrengungen unternommen, Kriege auf diplomatischem Wege zu verhindern. Aber der russische Präsident Wladimir Putin wollte diesen Krieg. Er wollte in die Ukraine einmarschieren. Wir waren nicht glücklich darüber, dass sich unsere Informationen als richtig herausstellten. Es ist tragisch, dass der Krieg 100 Tage dauern wird. Das ist eine unglaubliche Tragödie.

Hat Sie der Kriegsverlauf überrascht? Viele dachten, dass die russische Armee in die Ukraine einmarschieren würde.

Ich führe das ukrainische Team zur Außenstelle. Unsere Experten waren nicht überrascht.

Dann waren Sie besser informiert als Putin.

Ich denke, dass. Putin hat die Fähigkeiten der russischen Armee überschätzt und die Fähigkeit der Ukrainer, sich selbst und die Einheit des Westens zu verteidigen, völlig unterschätzt. Bisher ist Putin strategisch gescheitert. Wenn es seine Absicht war, Kiew zu erobern, den Westen zu spalten und die Überlegenheit der russischen Armee über die Welt zu demonstrieren, dann ist er gescheitert.

Welches strategische Ziel verfolgen die USA im Ukrainekrieg?

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