Auch die Steuergutschrift für Diäten sollte erhöht werden; Mitarbeiter sollten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit nicht mit zusätzlichen inflationsbedingten Kosten belastet werden.
Wien (OTS) – Der Präsident der Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Rainer Wimmer, fordert eine rasche Erhöhung des Kilometerbonus: „Angesichts der Spritpreisexplosion muss die Regierung handeln und ihre Blockade in diesem Fall aufgeben .Wer eine Kilometerpauschale erhält, reist im Auftrag des Arbeitgebers. Wie sollen Arbeitnehmer die steigenden Treibstoffpreise für sich auffangen?
Einen entsprechenden Antrag hatten die im Parlament vertretenen sozialdemokratischen Gewerkschafter bereits im März gestellt, dieser wurde jedoch von der türkisgrünen Regierungsmehrheit Anfang Mai vertagt und seitdem herrscht Funkstille. „Das zeigt einmal mehr das mangelnde Verständnis der Bundesregierung für die Belange der Arbeitnehmer. Sie sehen monatelang zu, wie sie mit steigenden Kosten belastet werden und lassen die Betroffenen dann einfach außen vor“, kritisiert Wimmer.
Die offizielle Kilometer-Selbstbeteiligung beträgt 0,42 Euro und wurde zuletzt 2008 erhöht. Sie soll neben den Spritkosten auch Versicherungen, Autoabschreibungen, Steuern und Gebühren und mehr abdecken. „Diese 42 Cent sind mittlerweile deutlich unterschätzt. Seit Januar diesen Jahres ist der Preis für einen Liter Diesel oder Benzin um etwa 70 Cent gestiegen, man zahlt also für eine 50-Liter-Tankfüllung etwa 35 Euro mehr als zu Beginn also. der Meilenbonus ist schon lange zu schätzen“, fragt Wimmer.
Auch der Gewerkschaftsvorsitzende fordert Veränderungen in der täglichen Ernährung: „Fremdarbeiter wie Monteure oder Servicetechniker in unseren Branchen sind oft auf Verpflegung angewiesen, um Pausen machen zu können. Die dortigen Preiserhöhungen trafen sie massiv. Dennoch beträgt der steuerfreie Taggeldzuschlag seit 2002 maximal 26,40 Euro pro Tag. Nach 20 Jahren ist auch hier eine Anpassung mehr als ausreichend, eine Steigerung mindestens im Mittelfeld“, erklärt Wimmer.
„Wenn die Regierung die Inflationsbekämpfung ernst nehmen will, muss sie auch in diesen Bereichen handeln. Denn es ist nicht fair, dass Mitarbeiter für die Mehrkosten, die durch ihre Arbeit entstehen, nicht entschädigt werden. Angesichts des Fachkräftemangels gerade in den hier betroffenen Branchen muss darauf geachtet werden, dass diese Berufsgruppen durch die Ausübung ihrer Arbeit keinen wirtschaftlichen Schaden erleiden“, so das Fazit des Gewerkschaftsvorsitzenden.