Qualität kostet nichts, aber sie wird einem nicht geschenkt.

Die Stadt unterstützt die Entwicklung des alten „Haschahofs“ mit 129.000 Euro

Wien (OTS) – Was im 19. Jahrhundert als landwirtschaftlicher Gutshof im Süden Wiens begann, ist zu einem internationalen Vorbild für moderne und nachhaltige Stadtentwicklung geworden. Das Gut Rothneusiedl wurde jahrzehntelang für Milchwirtschaft, Viehzucht sowie Obst- und Gemüseanbau genutzt. Bereits in den 1980er-Jahren galt der Hof als Pionier in Sachen Bio-Produktion. 2014 kündigte die Vermieterstiftung den Mietvertrag und verkaufte das Areal an den Wiener Wohnbaufonds. 2019 hat sie eine öffentliche Ausschreibung für die Nachnutzung des Areals gestartet.

Als Sieger ging die Genossenschaft Zukunftshof hervor, die schließlich einen Vertrag zur späteren Nutzung erhielt. Ziel war es, eine moderne und nachhaltige urbane Landwirtschaft zu etablieren. Ein Projekt, das auch dank der Unterstützung der Stadt Wien erfolgreich war. Heute ist der Zukunftshof Rothneusiedl in Favoriten ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Stadtentwicklung und regionale Landwirtschaft in Einklang gebracht und zusammengeführt werden können. Bei einem gemeinsamen Besuch informierten sich die stellvertretende Bürgermeisterin und Wohnungsbaurätin Kathrin Gaál und der Wirtschaftslandesrat Peter Hanke über den aktuellen Stand der Dinge.

„Es ist eine Freude zu sehen, wie der ‚Haschahof‘ war und wie er als Zukunftshof wieder zum Leben erweckt wird. In den charakteristischen Backsteinbauten des historischen Gutshofes Favoriten werden neue und frische Ideen verwirklicht. Gerade in diesem spannenden Bereich der Stadtentwicklung ist der Zukunftshof ein wichtiger Ort, an dem sich Favoriten vernetzen können. Es ist ein Sieg für das ganze Grätzl!“, sagte Vizebürgermeisterin und Landesrätin Kathrin Gaál.

Zukunftshof als Vision von Urban Agriculture und Urban Food

„Der Zukunftshof Rothneusiedl ist nicht nur ein Modell für die Vereinbarkeit der Schaffung moderner Lebensräume für eine Vielzahl von Menschen mit regionalen Strukturen und produzierenden Tätigkeiten. Er stellt auch Themen in den Mittelpunkt, die auch für die Stadt wichtig sind.“ Regionale städtische Landwirtschaft stärken Produktion, eine Stadt auf kurzer Distanz und ein Bewusstsein für den Wert und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Produktion und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte zu schaffen. Dies wollen wir auch weiterhin mit neuen Fördermitteln unterstützen”, so Hanke.

„Der Zukunftshof ist ein wertvoller Ort, weil hier innovative Ideen wie das Konzept der urbanen Landwirtschaft geboren werden, die die Anforderungen einer modernen Stadt mit den Anforderungen einer nachhaltigen Landwirtschaft verbinden. Das Beteiligungsverfahren der Bezirksfavoriten Süd hat dafür gesorgt, dass genügend Raum für die Umsetzung dieser Ideen vorhanden ist“, sagt Bezirksvorsteher Marcus Franz.

„Meine Vision ist es, mit dem Zukunftshof einen Ort zu schaffen, an dem wir gemeinsam Konzepte urbaner Landwirtschaft erproben können. Damit wollen wir Rothneusiedl zu einer essbaren Stadt machen. Wir ermöglichen einen interdisziplinären Dialog mit Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und sehen uns bereits heute als Impulsgeber für urbane Landwirtschaft und urbane Ernährung. Denn gerade jetzt bietet sich auch angesichts der weltweiten Krisen eine einmalige Chance, landwirtschaftliche Konzepte von Anfang an in die nachhaltige Stadtentwicklung von Rothneusiedl einzubeziehen“, sagt Andreas Gugumuck, Initiator des „Zukunftshofs“.

Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt auf dem Weg zum Vollbetrieb

Da die Ziele des Zukunftshofs den von der Wirtschaftsagentur Wien gesetzten Schwerpunkten zur Förderung der urbanen Produktion und Stärkung des Ernährungssektors in Wien entsprechen, wurde im Mai 2022 die Entscheidung getroffen, den Zukunftshof finanziell zu unterstützen. Jetzt geht es vor allem darum, mit Ressourcen zu unterstützen, um eine weitere Professionalisierung des Unternehmens zu ermöglichen.

Bisher hat das Team Bemerkenswertes geleistet, weitgehend ehrenamtlich und neben anderen beruflichen Engagements. Allerdings werden jetzt zusätzliche spezialisierte Ressourcen benötigt, wie Architekten und Projektmanager, die grundlegende und dezidierte Planungsarbeiten durchführen, um von der derzeitigen Zwischennutzung zum vollständigen Ausbau überzugehen.

Die Wirtschaftsagentur Wien unterstützt den Zukunftshof während der Bauphase von Juli 2022 bis September 2023 mit rund 129.000 €. Damit sind in diesem Zeitraum der Aufbauphase zwei Drittel der Personalkosten gedeckt Beauftragung externer Experten). Damit soll sichergestellt werden, dass der Zukunftshof über ausreichend personelle Ressourcen verfügt, um die Vorbereitungen für den Vollbetrieb erfolgreich umzusetzen. Dazu gehört beispielsweise die Konkretisierung der Business Cases „Zukunftshof als landwirtschaftlicher und gewerblicher Bauernhof“ und „Zukunftshof als Lern- und Erlebnisbauernhof“ sowie die Einrichtung eines „Reallabors“.

Informationen zum zukünftigen Bauernhof: [ (https://www.zukunftshof.at/)

rk-Fotoservice: [www.wien.gv.at/presse/bilder](

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *