Kindliche Freude bei Küng, aber gibt es Streit mit der Mannschaft?
“Wenn nicht, gehe ich woanders hin”
Stefan Küng (28) und sein Team Groupama-FDJ könnten sich nach vier Jahren trennen. Da? Der Thurgau erklärt, was ihm nicht passt.
Gepostet: 12:52 Uhr
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Aktualisiert: vor 6 Minuten
Am Sonntagmorgen scheint bei Aigle VD nicht nur die Sonne. Nein, auch Stefan Küng freut sich. Kein Wunder, sehnte er sich doch nach den Etappen der Schweizer Rundfahrt, um seinen Sohn Noah zu sehen. Dieser wurde vor drei Wochen geboren. “Ich habe in den letzten elf Tagen viel an ihn gedacht. Es war wunderbar, meine Frau Céline und ihn in Lausanne zu treffen. Das gibt mir Kraft für die nächsten zwei Wochen», sagt der Thurgau.
„König Küng“ konnte seinem Sohn sogar ein Geschenk machen: einen roten Body mit Krone und der Aufschrift „Prinz Küng“. Sein belgischer Fanclub hatte ihn damit überrascht.
Schilder weisen auf den Abschied hin
Also alles Frieden, Freude, Pfannkuchen? Nicht genau. Die Zeitung L’Équipe schreibt, Küng habe sich vor dem Mannschaftsbus Groupama-FDJ mit den Teamchefs gestritten. „Es gibt keine Unterschiede“, sagt Küng. Fakt ist aber, dass Küng das Team schon bald verlassen könnte. Der Dritte von Paris-Roubaix hat bei den Franzosen einen Vertrag bis Ende 2024, aber eine Aufkündigungsklausel zum Saisonende. Und nach einem guten Frühjahr mit Platz 5 in der Gesamtwertung der Tour de Suisse hat Küng einen Anspruch: Er ist die Nummer 9 der Weltrangliste der UCI.
„Es gibt einige wirklich gute Optionen“, sagt Küng. Und er fügt hinzu: „Ich hoffe, dass die Groupama-FDJ so bleibt, sonst geht mein Weg woanders weiter.“ Tatsächlich sagen die Zeichen nach vier Jahren Abschied. Aber was meint Küng mit „folgen“?
Ganz einfach: Er will mindestens bis 2024 einen Vertrag unterschreiben. Dann stehen mit Olympia und der Heim-WM (in Zürich) zwei grosse Highlights an. Die anderen Faktoren sind Geld, Material und Aufsicht. „Letztendlich geht es um Wertschätzung“, sagt Küng. “Vielleicht wäre ein neuer Eintrag gut.”
Zukunft, die bald gelöst sein wird
Küng-Manager Olivier Senn kündigt an: „Es gibt Dinge, die bei Groupama-FDJ nicht optimal laufen. Wir wollen in den nächsten Tagen eine Entscheidung treffen.“ Gerüchte gehen weiter, dass Küng gefordert hätte, dass er auch bei künftigen Tourneen der Leader ist. „Daran ist nichts auszusetzen“, sagt Senn.
Küng konzentriert sich daher weiterhin auf Zeitfahren, Frühjahrsklassiker und große Events, egal welches Team.