Mehr Tennis geht nicht!
Es dauerte bis 1.14 Uhr, ehe Rafael Nadal (35) Novak Djokovic (35) im Viertelfinale der French Open landete: 6:2, 4:6, 6:2, 7:6 (7:4). ! Und nun erwartet am Freitag im Halbfinale Alexander Zverev (25) den Spanier im Kampf ums Finale.
Was für ein nächtlicher Kampf!
Djokovic: „Ich hatte meine Chancen, aber der Beste hat gewonnen. Vielleicht sollte man auch an die späte Startzeit denken. Um 21 Uhr ist es schon sehr spät.“ Allerdings wäre es nicht mehr lange ohne die nächtliche Session gewesen, da die vorangegangenen drei Viertelfinalpartien sowieso so lange gedauert haben.
Weihnachtslegende, für viele war er nur ein Außenseiter. Der starke erste Satz, der mit 6:2 gewonnen wurde, war daher erstaunlich. Djokovic mit vielen Fehlern, scheint ungewiss. Doch nach dem Start der Weihnachtsrakete mit zwei Breaks im zweiten Durchgang wacht der Serbe auf.
Er dominiert den 13-fachen Pariser Meister und übernimmt die Kontrolle über das Spiel. Der Mallorquiner gewinnt nur noch ein Match, während der Weltranglistenerste sechs weitere gewinnt: ein Unentschieden von sieben. Und das Zentralgericht zittert.
Doch die Aufholjagd scheint viel Energie gekostet zu haben. Djokovic rutscht zurück, Nadal holt die wichtigen Punkte und holt sich den dritten Satz mit 6:2. Jetzt ist ein echter Kampf im Gange.
Im vierten Satz steht Break Djokovic. Wenn alles auf die Konfrontation eines fünften Satzes wartet, ist Nadal in der Manier eines großen Champions zur Stelle. Nach 3:5 steht es erneut unentschieden und man wird im Tiebreak gerettet.
2021 gewann Novak Djokovic drei Grand Slams und zog in New York ins Finale ein. Die Australian Open gingen 2022 verloren, weil sie nicht geimpft war und schied im Viertelfinale in Paris ausBild: Icon Sport via Getty Images
Dann hat er FÜNF Matchbälle. Djokovic in Abwehr drei, der vierte sitzt nach 4:12 Stunden Spielzeit. In der Schlussphase war die mit 15.000 Zuschauern gefüllte Philippe-Chatrier-Strecke kaum noch zu beruhigen. Sogar die Kamera der Hauptkamera des Weltbildes sprang und applaudierte.
Jetzt heißt es gut ausruhen. Aber es ist kaum vorstellbar, dass Zverev das Spiel nicht bis zum Schluss verfolgt hat. In diesem Sinne ging er auch sehr früher oder später ins Bett, je nach Sichtweise eines jeden.