Rapid hat in den Playoffs “alle Chancen”.

Auch die Statistik spricht für die Hütteldorfer. Die Grün-Weißen haben mit den Wattenern alle letzten fünf Spiele gewonnen, und in den letzten drei Playoffs hat immer die Mannschaft gewonnen, die das Hinspiel gewonnen hat. Allerdings spricht die Personalsituation nicht für Rapid. Neben den Langzeitverletzten fielen mit Srdjan Grahovac, Kelvin Arase und Filip Stojkovic drei Spieler aus für Hütteldorfer nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen aus.

Vor allem Stojkovic provozierte den Unmut der Rapid: Laut „Kurier“ feierte er am Donnerstag den Pokalsieg seines Ex-Klubs Roter Stern im Maracana-Stadion in Belgrad, während sein noch Kapitän zeitgleich einschoss Innsbruck gegen die WSG. Hütteldorfer löste den bis Ende Juni laufenden Vertrag des Rechtsverteidigers umgehend auf.

Rapid will gegen Tirol auf Sieg spielen

Wiens Rapid geht am Sonntag im Europapokal-Rückspiel gegen die WSG Tirol als Favorit ins Rennen. Nach dem 2:1-Heimsieg wollen die Hütteldorfer trotz der Bedenken der Belegschaft um den Heimsieg spielen, ohne jedoch alles zu riskieren.

“Jetzt geht es um das Ergebnis”

Umso glücklicher war Feldhofer, in Tirol ohne viele erfahrene Profis erfolgreich zu sein. “Die Spieler haben ihren Job gemacht und verdienen es, wieder vor unseren großen Fans zu spielen.” Mit Blick auf die makellose Bilanz gegen die WSG sagte der Steirer: „Wir mögen den Gegner vielleicht irgendwie, aber in K.-o. Europa zu schaffen“.

Bundesliga, Playoff-Finale, Rückkehr

Beginn 17 Uhr:

Schnell – WSG Tirol

Wien, Allianz Stadion

Mögliche Ausrichtungen:

Schnell: Gartler – Fallmann, Querfeld, K. Wimmer, Moormann – Aiwu, M. Oswald – Grüll, Knasmüllner, Auer – Zimmermann

WSG: F. Oswald – Koch, Behounek, Stumberger – Rogelj, Müller, Ertlthaler, Blume, Skrbo – Sabitzer, Vrioni

Hinspiel: 2:1

Feldhofer zeigte Respekt vor der WSG. „Sie sind sehr effizient, sie machen viel mit sehr wenig. Auch sie haben am Donnerstag mit ihrer ersten Chance ein Tor erzielt“, erklärte der 42-Jährige. “Wir müssen über die ganze Distanz sehr konzentriert spielen, wir wollen das Spiel so schnell wie möglich in unsere Richtung führen, aber wir müssen nicht versuchen zu kontern, das wäre sehr naiv.”

Dichtes Programm bis zur WM möglich

Sollte Rapid in diesem Sommer die WSG-Hürde überwinden und drei Qualifikationsrunden in der Conference League überstehen, werden von Ende Juli bis Anfang Juli zwölf Europapokalspiele ausgetragen, wenn die WM-Pause beginnt. In diesem Fall gäbe es bis auf die Länderspielpause Ende September fast ausschließlich englische Wochen.

Allerdings hat Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic bereits klargestellt: „Wenn wir uns für den Europapokal qualifizieren, werden wir nicht mehr von Doppel- oder Dreifachbelastung sprechen.“ wird den Weg mit Selfmade-Nachwuchsspielern konsequent weitergehen.

Feldhofer will eine ausgeglichene Mannschaft

Aufgelöst wurden bisher die Verpflichtungen von Nicolas Kühn, Patrick Greil und Roman Kerschbaum, letzterer fällt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung voraussichtlich wochenlang aus. Einer der Kandidaten ist Guido Burgstaller. Feldhofer wünscht sich eine „große, ausgeglichene Mannschaft“, die zu Trainingsbeginn zu 95 Prozent bereit sein soll: Der für den 13. Juni geplante Start wurde um einige Tage verschoben. Zudem rechnet der ehemalige Teamplayer in der kommenden Saison mit weniger Verletzungen als in dieser Saison.

Warum es zu so vielen Ausfällen kam, ist Gegenstand vereinsinterner Ermittlungen, die noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Erste Erkenntnisse gibt es bereits: Zu der langen Verletzungsliste sollen unter anderem die hohe Anzahl an Spielen und der ständige Druck beigetragen haben. Auch die Trainingssteuerung wird überprüft. „Wir werden alles pausenlos analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen müssen“, erklärte Barisic.

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