Rapid Wien nach dem Auswärtssieg bei Lechia Danzig in der dritten Qualifikationsrunde der ECL

Aus . – 28.07.2022 22:02 (28.07.2022 Veranstaltung 22:02)

Ferdinand Feldhofers Rapid Wien sicherte sich einen Auswärtssieg gegen Lechia Danzig. ©APA/EXPA/FLORIAN SCHROETTER (Symbolbild)

Rapid Wien hat die zweite Qualifikationsrunde der Football Conference League am Donnerstag mit einem 2:1-Heimsieg gegen Lechia Gdansk überstanden. Das Hinspiel endete 0:0.

Rapid Wien bleibt auch in der Europapokal-Saison 2022/23 im Geschäft. Im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zur Conference League gewannen die Hütteldorfer am Donnerstagabend in Danzig mit 2:1 (2:0) gegen Lechia Gdansk, um nach dem 0:0 aus der Wien-Reise vor einer Woche aufzusteigen. Nicolas Kühn (16.) und Marco Grüll mit einem Foulelfmeter (18.) haben für klare Startbedingungen und intakte Chancen auf die Gruppenphase gesorgt.

Rapid Wien überholt Lechia Danzig in der Tabelle der Conference League

Lukasz Zwolinski konnte nur noch das Tor verwerten (82.). Während das Europapokal-Kapitel in diesem Jahr für die Polen beendet ist, trifft das Team von Trainer Ferdinand Feldhofer am kommenden Donnerstag in der dritten Qualifikationsrunde auswärts auf Neftci Baku. Aserbaidschan besiegte im Rückspiel Aris Limassol aus Zypern mit 3:0 und machte damit eine 0:2-Niederlage im Hinspiel rückgängig. Gleichzeitig bedeutet dies, dass das Bundesligaspiel der Rapidler am Sonntag (17 Uhr) bei Austria Klagenfurt wie geplant stattfinden kann.

Rapid Wien wechselte gegen Lechia Danzig

Im zweiten Duell mit dem polnischen Tabellenvierten in der vergangenen Saison wechselte Feldhofer im Vergleich zur ersten die Seiten seiner Startelf: Thorsten Schick konnte statt Martin Koscelnik rechts und für Linkshänder spielen. Wie schon gegen Ried startete Jonas Auer für Martin Moormann. Auch Trainer Tomasz Kaczmarek nahm zwei Veränderungen in der Startelf der Polen vor: Zwolinski griff anstelle von Flavio Paixao an, und Jakub Kaluzinski ersetzte den Letten Kristers Tobers im Mittelfeld.

Mutig rückte Rapid Wien gegen Lechia Danzig vor

Es entwickelte sich ein intensives und schnelles Match zwischen den Grün-Weißen aus Danzig und Wien – letzteres trat im Trikot der bisherigen Rot-Blauen auf – mit anfänglich leichtem Vorteil für die Einheimischen. Ilkay Durmus prüfte erstmals Niklas Hedl (13.) nach einem Ball über links, der keine Schwäche zeigte. Nur drei Minuten später rollte der Ball jedoch ins polnische Netz. Nach einem Vorstoß von Marco Grüll wurde Nicolas Kühn freigesprochen. Der deutsche Neuzugang zögerte nicht lange und besiegelte die Führung der Wiener mit einem sehenswerten Linksschuss von der Strafraumgrenze – der Ball wurde leicht abgefälscht.

Schneller Elfmeter sorgte für das 2:0 gegen Danzig

Und Rapid traf zweimal. Nach einer schnellen Kombination von Kühn und Moritz Oswald ging das Spielgerät an Guido Burgstaller, der vehement in den Strafraum stürmte und gekonnt den Freistoß suchte. Kaluzinski tat ihm genau diesen Gefallen, aber wohl außerhalb des Sechzehners. Der Schweizer Schiedsrichter Alessandro Dudic zeigte auf den Punkt, es gibt in dieser Phase des Wettbewerbs keinen VAR. Grüll ließ sich die Chance nicht entgehen und traf zum 2:0 (18.), obwohl Lechia-Torhüter Dusan Kuciak mit der rechten Hand den Ball erwischte.

Die Polen waren sichtlich geschockt von den beiden wirkungsvollen Schlägen, Feldhofers Truppe hatte nun weitgehend die Kontrolle über das Geschehen. In der 35. Minute versuchte es Bernhard Zimmermann nach einer guten Ballabgabe mit einem kunstvollen Flankenstoß, der Kuciak keine Probleme bereitete. Kurz vor der Pause versuchte es Kaluzinski aus der Distanz, doch statt eines Tores gab es nur eine Ecke (44.).

Rapid Wien verpasste gegen Lechia Danzig das dritte Tor

Lechia-Trainer Kaczmarek brachte mit Flavio Paixao und Jaroslaw Kubicki (für Christian Clemens und Kaluzinski) frische Kräfte für das geplante Comeback in der zweiten Halbzeit. Richtig kompliziert wurde es für Rapid erstmals in der 53. Minute: Nach einem Pass von Stangl lenkte Kevin Wimmer den Ball gefährlich ins eigene Tor, doch Grüll parierte kurz vor der Torlinie. Maciej Gajos verfehlte das Tor wenig später mit einem Kopfball (56.). Kühn hingegen vergab nach einem Dribbling die Chance zum 3:0 (64.).

Danzig spätes Tor gegen Rapid

Dass er am Ende noch einmal begeistert war, ist auch Filip Koperski zu verdanken, der David Stec ersetzte. Der Rechtsverteidiger ging an Jonas Auer vorbei und bediente vorbildlich Zwolinski, der aus kurzer Distanz zum 1:2 traf (82.). In Danzig keimte wieder Hoffnung auf: Stattdessen scheiterte Kacper Sezonienko am Ausgleich (84.). Mit Glück holten sich die Wiener schließlich den knappen Sieg über die Zeit.

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