Filip Stojkovic hat für das wichtige Europapokal-Playoff gegen die WSG Tirol eine Verletzung gemeldet. Später wurde er auf einer Party in Belgrad gesehen. Rapid reagierte mit einer fristlosen Kündigung.
Rapid-Trainer Ferdinand Feldhofer hat bereits unter der Woche angedeutet, dass einige Spieler das Play-off gegen die WSG ablehnen würden. „Wenn sie nicht bereit sind, ist es schwer, jemanden dazu zu zwingen. Und es ist auch eine Frage, ob es dann Sinn macht“, sagte Feldhofer. „Das sind diejenigen, die nicht verlängert wurden oder wo es keine Einigung gab. Aber mehr möchte ich nicht sagen.“
Filip Stojkovic etwa meldete eine Verletzung, wodurch er ein Vertragsangebot von Rapid nicht annahm und den Klub verlassen wird. Stattdessen reiste der 29-Jährige nach Belgrad, um mit Ex-Klub Roter Stern den Pokalsieg gegen Partizan zu feiern. Das war in einem Youtube-Video teilen. Suboptimal für den Rechtsaußen, der angeblich zum LASK wechseln soll: Sein Vertrag bei Rapid lief zunächst bis zum 30. Juni. Die Konsequenzen folgten schnell: Rapid kündigte die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses an.
Präsident Bruckner: „Persönlich sehr enttäuscht“
„Rapid kommt seinen vertraglichen Verpflichtungen nach und das erwarten wir auch von allen Spielern. Wer beim SK Rapid arbeitet, muss dies mit vollem Einsatz, höchster Professionalität und Leidenschaft bis zum letzten Arbeitstag tun. es wird keine Ausschreitungen geben, es wird schwerwiegende Folgen für unsere Reihen haben und wir werden keine störenden Aktionen tolerieren. Niemand ist größer als der Verein”, sagten Vorstandsvorsitzende Zoran Barišić und Christoph Peschek in einer Aussendung.
Präsident Martin Bruckner fügte hinzu: „Die Rapid-Großfamilie freut sich zu Recht auf den vollen Einsatz und die Identifikation aller Spieler. Ich bin auch persönlich sehr enttäuscht, dass dies nicht mehr für alle normal erscheint Erfolg unseres Vereins, auch in diesem Zusammenhang ist es doppelt verwerflich, wenn ein Spieler, der unsere Mannschaft mehrfach auf dem Platz als Kapitän geführt hat, eine Party feiert, obwohl er seinen Arbeitgeber nicht mehr spielen kann”.