Hürth (NRW) – Manuel H. (42) soll mindestens drei Frauen mit dem Schwermetall Thallium vergiftet haben, zwei starben – und nun das Baby einer der drei Frauen!
Laut “Kölner Stadt-Anzeiger” könnte dies an der Vergiftung der damals schwangeren Mutter – sie überlebte – liegen.
Kurzum, Manuel H. de Hürth muss sich vor dem Landgericht Köln verantworten. Er soll seine Frau Tina H. (†35), seine neue Partnerin Yvonne K. (36) und seine Großmutter (†92) vergiftet haben.
In diesem Haus in Hürth lebte Manuel H. mit Yvonne K. (36), deren Baby inzwischen gestorben ist.
Foto: Christian Knieps
Nur Yvonne K. konnte gerettet werden. Anfang März brachte sie ein kleines Mädchen zur Welt. Wie Gerichtssprecher Jan Orth am Dienstag auf Anfrage bestätigte, ist der Säugling inzwischen gestorben.
Das Bezirksgericht ordnete eine Autopsie des Babys an, sagte Orth. Ziel ist es zu klären, ob der Tod des Kindes möglicherweise mit der Vergiftung des Partners zusammenhängt, in dessen Blut Thallium nachgewiesen wurde.
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Derzeit sind die Anklagepunkte zweifacher Mord und versuchter Mord sowie versuchter Schwangerschaftsabbruch. Die Staatsanwaltschaft geht von Hinterlist und Grausamkeit als Merkmale des Mordes aus.
Laut Anklageschrift verabreichte die Krankenschwester den drei Frauen Thallium 2020 und 2021. Der einst als Rattengift eingesetzte Wirkstoff verursacht unter anderem Herzrasen, Krämpfe, Organschäden oder Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Der Prozess soll am 19. September beginnen.