Rauch lässt die Wiedereinführung der Maske offen

Der Minister erinnerte daran, dass Österreich bei Kronenmaßnahmen eines der umsichtigsten Länder in Europa sei. Sie versuchen auch mehr. Beim Thema Masken wollte ich mich nicht auf konkrete Zahlen und Vorfälle festlegen und verwies auf die regelmäßigen Beratungen von Experten zu diesem Thema. Zur Abschaffung der Impfpflicht sagte er: “Wenn ich zu dem Schluss komme, dass das nicht funktioniert, muss ich den Mut haben, es zu beenden.” Nächste Woche wird es eine Empfehlung des Nationalen Impfgremiums geben, die Impfung zu verstärken.

Er erinnerte Rauch an die hohe psychische Belastung der Menschen nicht nur durch die Pandemie, sondern auch durch Inflation, Klimawandel und den Krieg in der Ukraine. Er mache sich Sorgen um den grundlegenden Zusammenhalt der Gesellschaft, betonte er: “Meine größte Angst ist, dass er kaputt geht.” Die Gesellschaft dürfe nicht so weit auseinandergerissen werden, dass die Demokratie insgesamt Schaden nehme, sagte der Minister, der sich auch dafür aussprach, die „gute Tradition des gesellschaftlichen Miteinanders“ fortzusetzen.

Er verteidigte das Anti-Inflationspaket von ÖVP und Grünen, es sei “das beste, größte und schnellste Hilfspaket” im Ländervergleich. Kritik von Opposition und Gewerkschaften nimmt er sportlich entgegen. Er argumentierte, dass das Paket keine Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung oder Preisobergrenzen enthielt. In Deutschland sei der dazugehörige Feldtest für Kraftstoffe “gnadenlos und grandios gescheitert”. Auch bei der Mehrwertsteuer konnte ihm noch niemand erklären, wie eine Wirkung hier wirklich beim Kunden ankommen kann. Trotz des Neins der ÖVP drängte sie weiterhin Millionen an Erbschaftssteuern.

Er akzeptierte auch keine Kritik an der Pflegereform. „Grundsätzlich wurde niemand vergessen“, sagte er, wobei Sozialarbeiter und Haushaltshilfen nicht berücksichtigt worden seien. Man werde Expertenmeinungen einsehen und man gehe davon aus, dass an der einen oder anderen Stelle Verbesserungen vorgenommen werden, sagte Rauch. Bei der Reform des Arbeitslosengeldes bittet er um Geduld, “sie wird nicht vor dem Sommer zu Ende sein”. Sie arbeiten in vier Teilbereichen. Im Herbst wird es voraussichtlich ein Ergebnis geben.

Angesichts der schlechten Daten der Koalitionsparteiumfrage und der guten Daten einer Koalition aus SPÖ, Grünen und NEOS-Ampeln sprach Rauch über die Schnappschüsse. “Was zählt, ist das, was am Wahltag herauskommt”, sagte er, und man wurde für fünf Jahre gewählt. Wenn es nach ihm gehe, seien die nächsten Nationalratswahlen erst im Herbst 2024, “und dann sehen wir weiter”. Bis dahin will er selbst Minister bleiben, aber nicht länger.

Dass die Grünen in Österreich im Vergleich zu denen in Deutschland „alt und abgenutzt“ wirkten, wies er als ungerecht zurück. „Ich bin alt, ich bin nicht müde“, sagte Rauch und kritisierte Robert Habeck dafür, dass er in Deutschland für dieselben Dinge gelobt werde, die hierzulande Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) vorgeworfen würden.

Die Opposition reagierte unzufrieden auf Rauchs Äußerungen. „Der Sozialminister kann das Anti-Inflationspaket noch in den Himmel loben, da reichen Einmalzahlungen immer noch nicht“, sagte SPÖ-Klub-Vizedirektor Jörg Leichtfried in einer Aussendung. Auch die FPÖ fand nichts als Eigenlob. Rauchs Äußerungen zur Sozialpolitik seien ein Fiasko, kritisierte Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch. Ähnlich Gerald Loacker von NEOS: „Wenn der Staat an die Gießkanne kommt und jedem in Österreich, auch den Besten und Reichen, irgendwelche Gutscheine und Prämien gewährt, ist das keine Verschwendung, das ist Inkompetenz.“

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