Weltnichtrauchertag
Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich in jedem Alter. Einige Gesundheitsschäden können rückgängig gemacht werden. Besonders hartnäckig sind die Folgen des Rauchens in den Arterien.
31.05.2022 12.50
Online ab heute, 12.50 Uhr
Nach einigen Jahren des Aufhörens beginnen sich Herz und Lunge zu regenerieren, und das Risiko für Herzinfarkt und Krebs sinkt. Doch die Arterien bleiben geschädigt, sagt Fachärztin Michaela Kluckner von der Universitätsklinik für Gefäßchirurgie Innsbruck. Der bereits angerichtete arterielle Schaden kann nicht rückgängig gemacht werden. Ist beispielsweise ein Gefäß bereits verdickt, haben sich Ablagerungen gebildet, die dazu führen, dass der Körper auch nach dem Rauchstopp immer wieder neue Ablagerungen bildet.
Dies kann einen Schlaganfall der Halsschlagader verursachen. Dies kann zu Durchblutungsstörungen in den Beinen führen, die zu Schmerzen, offenen Stellen und sogar Amputationen führen können. Die gute Nachricht ist jedoch, dass das Aufhören mit dem Rauchen eine ernsthafte Verschlechterung der Krankheit verhindert. Und wenn Sie ein gesünderes Leben führen, verbessern Sie Ihre Chancen auf ein längeres Leben erheblich.
Die Raucherentwöhnung ist mit dem Lebensstil verbunden
Das sind Maßnahmen, die jeder ergreifen kann und die mit einem gesünderen Lebensstil zu tun haben. Der Blutdruck kann durch eine gesunde Ernährung und Bewegung verbessert werden. Viel Gehen hilft auch, Bypasskreisläufe zu bilden, erklärt Michaela Kluckner. Bypasses sind kleine Seitenäste von Gefäßen, die mit der Zeit wachsen und als Umleitung fungieren.
„Es liegt eine starke Verengung oder Verstopfung des Hauptgefäßes vor. Oberhalb der bestehenden Verengung zweigt ein Ast ab und verbindet sich dann wieder mit dem Gefäß unterhalb der bestehenden Verengung, sodass über diesen Kreislauf Blut in das Bein gelangt“, sagt Michaela Kluckner.
Selbst wenn Sie 30 Jahre oder länger geraucht haben, verbessert es Ihre Gesundheit, indem Sie mit dem Rauchen aufhören. Gerade junge Menschen sollten damit gar nicht erst anfangen, weil mehr Informationen über Dauerschäden wichtig wären, sagt Michaela Kluckner.
Hanna Ronzheimer, Ö1 Wissenschaft