Reaktionen auf Quarantäne aus

Die Gesundheit

Krankenhäuser in Oberösterreich reagieren gelassen auf das Ende der Quarantäne, positiv getestetes Personal soll aber zu Hause bleiben. Auch dies wird an der Johannes Kepler Universität verwaltet. Der Kanzler der Universität Linz, Meinhard Lukas, hat schärfere Worte.

29.07.2022 16.39

Online seit heute, 16:39 (Update: 17:01)

Krankenhäuser sind gut vorbereitet, so die Gesundheitsholding Oberösterreich. Krankenhausmitarbeiter sind bereits im Umgang mit Infektionskrankheiten geschult und auch Kontrollen an Krankenhauseingangsschlössern haben sich bewährt. Auch für Mitarbeiter mit Corona-Positiv gebe es eine klare Regelung, so Franz Harnoncourt aus Oberösterreich. Gesundheitserhaltung.

Positiv getestete Mitarbeiter müssen zu Hause bleiben

„Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir entschieden, dass positive und beschwerdefreie Mitarbeiter nicht ins Krankenhaus kommen, sondern nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten sollen“, sagt Harnoncourt. Sollte sich die Lage durch neue Varianten im Herbst ändern, müsse die Regelung überdacht werden, so die Gesundheitsholding.

JKU: „Performance zum Gesetzesbruch“

Trotz Quarantäne wird die Johannes Kepler Uni (JKU) in Linz ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern empfehlen, bei einer Infektion mit dem Coronavirus immer zu Hause zu bleiben. Das teilte Rektor Meinhard Lukas von der APA mit. Das gesundheitliche Risiko und die rechtlichen Fragen, die die Verordnung aufwirft, sind für ihn „nicht nachvollziehbar“. Er könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass „das Ende der Quarantäne teilweise eine Kapitulation vor einem wachsenden Rechtsbruch“ in Teilen der Bevölkerung gewesen sei.

Übertragung von Krankheiten: bis zu drei Jahren Haft

Der Jurist stimmt der Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer zu, „so etwas wie ein Gefährdungsverbot aus den unterschiedlichsten Rechtsgebieten abzuleiten“. Das ist zum Beispiel Paragraph 178 des Strafgesetzbuches, der die vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch eine übertragbare Krankheit mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. Folglich sei man verpflichtet, alles Zumutbare zu tun, niemanden anzustecken, wenn man selbst infiziert sei, sagt Lukas.

Hanna Haider

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) übernehme “mit der Verordnung viel Verantwortung”, sagte die Kanzlerin. Rauch gehe „nicht nur medizinisch, sondern auch juristisch einen heiklen Weg“, das sei für ihn „offensichtlich“.

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