Reichshofstadion und Radbrücke werden betoniert

4.07.2022 09:03 (Akt. 4.07.2022 09:03)

Der Gemeinderat von Lustenau hielt am 30. Juni seine 17. Sitzung ab. © Marktgemeinde

Vertreter der Gemeinde Lustenau trafen sich am 30. Juni zum 17. Mal mit zahlreichen Teilnehmern.

Lustenau. Verkehr und Sport standen im Mittelpunkt des Stadtrats: Der Stadtrat beschloss die Ingenieurleistungen für die Rad- und Fußgängerbrücke zwischen Lustenau und Au und die Vergabe der Generalplanung des Reichshofstadions. Die Versammlung kann unter www.lustenau.at/gemeindevertretung eingesehen werden.

Nach der Fragestunde berichtete Bürgermeister Kurt Fischer über die Förderperspektive der Schweizerischen Eidgenossenschaft für die Agglomeration Rheintal. Die Fusion des Kantons St. Gallen, das Land Vorarlberg und 23 Rheingemeinden haben ein Maßnahmenpaket zur Kofinanzierung von Infrastrukturprojekten zur Verbesserung des Radverkehrs und des öffentlichen Verkehrs auch grenzüberschreitend vorgelegt. Die Schweizerische Eidgenossenschaft will sie nun mit insgesamt 40 Millionen Franken unterstützen, wovon auch die Velo- und Fussgängerbrücke zwischen Lustenau und Au finanziert wird. Auch über die Bildungslandschaft Lustenaus konnte der Bürgermeister Positives kommunizieren: Nördlich von Lustenau, im Bereich Hofsteig, entsteht ein naturnaher Kindergarten mit einem Kindererziehungswagen und eine wichtige Bildungs- und Kultureinrichtung, die Rheintalische Musikschule, feierte ihren Geburtstag 75-jähriges Jubiläum bei den Musikschultagen mit einzigartiger Geburtstagsshow.

Lustenau Marketing: Promotions und erfolgreicher BOTTA Store

Die Geschäftsführerin, Nathalie Roithinger, stellte den Jahresbericht 2021 der Ortsmarketing Lustenau GmbH vor und berichtete über die durchgeführten Projekte und Aktionen für 2022. Das Marketing reagierte auf Corona mit neuen Veranstaltungsformaten und Aktionen für Handel und Gastronomie der Lustenau, die diese fortführen werden Jahr. , zum Beispiel „MUSI.DUSS“ oder der Einkaufswettbewerb und der BOTTA-Store sind zum Erfolgsmodell geworden. Derzeit arbeitet das Marketingteam an einer neuen Gutscheinkarte, in den Themenmärkten und im Luschnouar Kilbi, was hoffentlich auch in diesem Jahr geschehen wird.

Der Gemeinderat entschied, die Ingenieurleistungen für die Velo- und Fussgängerbrücke zwischen Lustenau und Au an die ARGE „Team Masotti“ in Bellinzona zu vergeben. © Giorgio Masotti Visualisierungsstudio

Leuchtturmprojekt Fahrrad- und Fußgängerbrücke

Die Rad- und Straßenbrücke macht einen wichtigen Schritt in Sachen Mobilität: Der Rahmenvertrag zwischen der Politischen Gemeinde Au und der Marktgemeinde Lustenau sowie die Vergabe von Ingenieurleistungen wurden einstimmig angenommen. In der Vereinbarung wollen Lustenau und Au die bereits praktizierte pragmatische Zusammenarbeit vertraglich abrunden und sehr konstruktiv und partnerschaftlich absichern. „Team Masotti“ wurde von den Ingenieurdiensten für CHF 116.774,25 netto für die Hauptbrücke und EUR 99.999 netto für den Gehweg beauftragt. Als Sieger des Ingenieurwettbewerbs ging die Arbeitsgruppe des Ingenieurbüros Giorgio Masotti aus Bellinzona hervor. Sein Entwurf sieht eine stählerne Brücke mit Übernachtungsmöglichkeiten vor, die auf drei Stützen beim alten Zoll Oberfahr 280 Meter über den Rhein führt. Eine Fußgängerbrücke überquert die stark befahrene L 203 und verbindet das Zentrum von Lustenau über die Kirchstraße. Wichtigste Förderer des 10-Millionen-Franken-Projekts sind das Land Vorarlberg, der Kanton St. Gallen und der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Lustenau und Au realisieren das Leuchtturmprojekt in grenzüberschreitender Kooperation.

Generalplanung Reichshofstadion

Im sportlichen Bereich nimmt der Bau des Reichshofstadions weiter Gestalt an: Der Stadtrat hat der Bernardo Bader Architektur ZT GmbH den Generalplanungsauftrag über 1.448.774,64 Euro netto erteilt. Die Mehrheit der Entscheidung fiel mit den Stimmen von ÖVP, Grünen, Neos und HaK gegen SPÖ und FPÖ (27:9). Die geplante atmosphärische Sportanlage mit einer Kapazität von 5.000 Besuchern soll auch ein Treffpunkt am Rhein werden. Die Gesamtbaukosten betragen rund 18,6 Millionen Euro. Ende 2021 fasste die Vorarlberger Landesregierung einen Baukostenzuschussbeschluss und kündigte eine 50-prozentige Beteiligung an. „Wir wollen mit der neuen Fahrradbrücke, dem Kauf des Wirtshauses Wirtshaus und mit Rhesi eine positive Entwicklung rund um das Stadion umsetzen“, erklärte Bürgermeister Kurt Fischer: „Wir hoffen, dass wir bald eine neue Fußball- und „Infrastruktur“ bauen können möglich. Ein zukunftsfähiges Stadion am Rhein mit bemerkenswerter Architektur und einem Konzept nachhaltiger Mobilität als Herzstück eines Musterquartiers.“

Die Stadtverwaltung hat die Bernardo Bader Architektur ZT GmbH mit der Generalplanung des neuen Reichshofstadions beauftragt. © Rendering ARGE Bader

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