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Auch das noch!
Top-Ökonom Michael Hüther (60) fordert, dass Deutsche 42 Stunden pro Woche arbeiten sollen, damit das Renteneintrittsalter nicht angehoben werden muss. „Es braucht die 42-Stunden-Woche. Die Stunden werden natürlich bezahlt – es geht nicht darum, durch die Hintertür am Lohn zu kürzen“, sagte der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Stattdessen würde das Lohn-Plus auch die Rentenkassen füllen. Hüther: „Wenn man das aufsummiert, dann würde man bis 2030 den demografisch bedingten Verlust an Arbeitsvolumen kompensieren.“ Das würde auch bedeuten, dass die Regierung das Renteneintrittsalter (aktuell bei 63 bis 67 Jahren) nicht anheben müsste. Das wäre nämlich politisch schwer umsetzbar, findet Hüther.
Fakt ist: Durch die Überalterung der Gesellschaft müssen in Zukunft immer weniger Arbeitnehmer immer mehr Rentner versorgen. Aktuell kommen 1,8 Erwerbstätige auf einen Rentner. Zum Vergleich: 1992 waren das noch 2,7 – bis 2050 sollen es sogar nur 1,3 werden. Allein in diesem Jahr muss der Bund 116 Milliarden Euro zur Rentenkasse hinzuschießen, damit Ruheständler ihr Geld bekommen.
► Besonders ärgerlich: Rentner werden in Zukunft ärmer sein. Denn die Inflation frisst die für den 1. Juli geplante Rentenerhöhung. Für Westdeutsche soll es 5,35 Prozent mehr Geld geben, für Ostdeutsche sogar 6,12 Prozent, aber: Die Inflation hat zuletzt die 7-Prozent-Marke geknackt. Heißt: Netto sinkt die Kaufkraft.