Rentenerhöhung: Ab Juli 2022 erhalten Sie deutlich mehr

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Erstellt: 02.07.2022 04:59

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Rentner können ab Juli mit mehr Geld rechnen. Aber wie genau? Ein Überblick.

München – Rund 21 Millionen Rentner in Deutschland können zum 1. Juli mit einer enormen Erhöhung ihrer Einzahlungen rechnen. Im Westen sind es am meisten 5,35 Prozent, im Osten 6,12 Prozent. Das teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mit. Daher ist die periodische Rentenanpassung deutlich höher als zunächst angenommen.

Rente: Anstieg deutlich höher als bisher angenommen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte Ende November 4,4 Prozent gefordert. Grund für den höchsten Rentenanstieg seit 1983 (5,59 %) ist die positive Lohnentwicklung. Die von der Koalition angekündigte Wiedereinführung des sogenannten Recovery-Faktors ist bereits berücksichtigt. Diese geplante Berechnungsänderung dämpft den Rentenanstieg; sonst wäre es noch stärker.

Hintergrund ist, dass es trotz sinkender Einkommen wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr zwar keine Rentenkürzung gab, aber eine Rentengarantie noch für eine Nullrunde sorgte. Dem muss der gesetzlich noch einzuführende Verwertungsfaktor gegenübergestellt werden.

Heil betonte gestern, die große Rentenanpassung sei eine gute Nachricht für Menschen, „die den Laden jahrelang mit ihrem Job gehalten haben“. Gerade angesichts der steigenden Preise und der internationalen Krisensituation sei es wichtig zu sehen, dass „unser Rentensystem funktioniert“, sagte Heil. Die Entwicklung der Renten sollte nicht losgelöst von der Entwicklung der Löhne erfolgen.

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Rente: Ab Juli gibt es deutlich mehr Geld

Doch wie viel bedeutet die Rente im Detail? Unsere Tabelle gibt einen Überblick.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisierte, dass der Anstieg aufgrund des sogenannten Erholungsfaktors geringer ausfallen solle. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel sagte: „Vor allem bei den Energiekosten stehen weitere Preiserhöhungen bevor.“

Gewerkschaftsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) sagte, die Erhöhung werde unter der aktuellen Inflationsrate “wie Butter in der Sonne” schmelzen. „Die Bundesregierung steht in der Pflicht, die Belastung der Bürgerinnen und Bürger bei ihren Lebenshaltungskosten deutlich zu reduzieren“, sagte Müller.

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