Reporter von israelischem Schützen getötet, sagen Palästinenser

Nach Angaben eines palästinensischen Generalstaatsanwalts kam die Kugel aus der Richtung israelischer Scharfschützen und wurde gezielt abgefeuert. Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz nannte dies eine Lüge.

Der palästinensische Generalstaatsanwalt machte am Donnerstag Israel für die Ermordung der Al-Jazeera-Journalistin Shireen Abu Akleh verantwortlich. Der Journalist war vor zwei Wochen bei einem israelischen Militäreinsatz in Jenin im nördlichen Westjordanland getötet worden. Sein Tod und die Polizeigewalt bei seiner Beerdigung in Jerusalem hatten internationale Bestürzung ausgelöst.

Generalstaatsanwalt Akram Khatib sagte Reportern, eine Untersuchung der tödlichen Kugel habe ergeben, dass sie von einem Scharfschützen mit einem Ruger-Gewehr abgefeuert worden sei. Die Kugel kam aus der Richtung der israelischen Soldaten. Weitere Einschusslöcher in einem Baum zeigten, dass der Oberkörper des in der arabischen Welt bekannten 51-jährigen Mannes angeschossen worden war. Dies zeige eine klare Tötungsabsicht, sagte Khatib.

Scheibenschießen ist eine “Lüge”

Der israelische Verteidigungsminister Benny Gantz wies dies als Lüge zurück. Israel betrauert den Tod des Journalisten und das Militär untersucht den Vorfall, um die Wahrheit herauszufinden. Nach Angaben der israelischen Armee ist jedoch nicht klar, woher der tödliche Schuss kam. Er berichtete von heftigen Kämpfen mit militanten Palästinensern in Jenin. Die palästinensische Führung hatte jedoch Israels Antrag auf eine gemeinsame Untersuchung abgelehnt.

(APA)

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