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Vor 30 Jahren war es der Eidechse in der Nordschweiz noch zu kalt und man fand sie hauptsächlich im Tessin. Doch aufgrund der globalen Erwärmung fühlt man sich hier nun sehr wohl, züchtet und vertreibt andere Eidechsenarten.
Sie sind klein, wendig und frech: Mauereidechsen, besonders die im Tessin verbreiteten, steigen gerne in Zugwaggons. Genau so erreichen sie als blinde Passagiere die ganze Schweiz und sind deshalb an vielen Bahnhöfen in Schweizer Städten anzutreffen. Aufgrund der globalen Erwärmung fühlen sich hier auch Mauereidechsen wohl und brüten Jahr für Jahr.
In weiten Teilen der Schweiz wird die Mauereidechse zur dominierenden Echsenart, während die Zauneidechse immer seltener wird.
Zum Leidwesen der heimischen Zauneidechse: «Die Mauereidechse verdrängt die Zauneidechse, weil sie konkurrenzfähiger ist», sagt Andreas Meyer, Leiter der Abteilung Reptilien bei der Koordinationsstelle Amphibienschutz und Reptilien in der Schweiz ( KARCH).
Bildunterschrift: Die typischen Merkmale der Mauereidechse sind die beige-braune Farbe und die Form der spitzen Schnauze. IMAGO / Wolfgang Simlinger
Zudem kommt die Mauereidechse mit der weitläufigen und strukturarmen Landschaft einfach besser zurecht als andere Eidechsen. Die Zauneidechse werde deswegen zwar nicht aussterben, aber: „Sie wird sich neue Lebensräume suchen, in denen sie sich behaupten und konkurrenzfähig sein kann.“
Verbreitung der Eidechse in der Schweiz 1990 vs. 2021
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Bildunterschrift: Verbreitungskarte der 1990er KARCH-Eidechse
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Bildunterschrift: Verbreitungskarte der 2021 KARCH-Eidechse
Aber es gibt noch andere Faktoren, die Eidechsen das Leben schwer machen, wie Meyer erklärt: „Lebensraummangel, zum Beispiel durch Zersiedelung oder intensive Landwirtschaft, ist ein Problem für alle Echsenarten.“ Außerdem: Hauskatzen, die gerne Kleintiere jagen.
Neue Reptilienarten in der Schweiz
Die globale Erwärmung sorgt nicht nur dafür, dass sich die Eidechse ausbreitet, sondern kann auch andere Reptilien anlocken. «Eidechsen wie der in der Schweiz noch nicht natürlich vorkommende Mauergecko werden sich in der Schweiz – erstmals vor allem im Tessin – immer mehr etablieren und wohl auch fortbestehen», sagt der Reptilienexperte.
Auch andere Reptilien wie der Mauergecko werden in Zukunft vermehrt in der Schweiz anzutreffen sein.
Bisher war niemand in der Lage, die perfekte Lösung einzusenden, was nicht verwunderlich ist.