25. Juli 2022 um 12:25 Uhr
Rheinkirmes in Düsseldorf: Ein Teil des Freifallturms bricht los und trifft zwei Menschen am Kopf: Die Polizei ermittelt
Blick auf die überfüllte Rheinkirmes in den Oberkasseler Rheinwiesen.
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd
Düsseldorf Zwei Menschen wurden an der Rheinkirmes in Düsseldorf verletzt, als sich ein Teil eines Fahrgeschäftes löste und sie am Kopf traf. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Die Polizei ermittelt nun, nachdem zwei Menschen bei einem umherfliegenden Teil einer Düsseldorfer Rheinkirmes-Fahrt verletzt wurden. Wie ein Sprecher auf Anfrage sagte, ereigneten sich die Ereignisse am vergangenen Freitag, dem Tag des großen Feuerwerks. Gegen 21.30 Uhr löste sich ein Teil des „Hangover“-Freifallturms und traf zwei Menschen am Kopf, sagte der Sprecher.
Beide erlitten leichte Verletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Ein Nutzer des Kurznachrichtendienstes Twitter meldete den Vorfall, wonach eine der Personen „blutend und krampfhaft“ zusammengebrochen sei. Die Polizei konnte dies nicht bestätigen, von der Düsseldorfer Feuerwehr hieß es zunächst nur, die beiden Personen seien vom Rettungsdienst behandelt worden.
Wegen des Anfangsverdachts der schweren Körperverletzung hat die Polizei nun Ermittlungen aufgenommen. Der Sprecher war am Montag für eine Stellungnahme zum Stand der Ermittlungen jedoch nicht zu erreichen. Nach dem Vorfall wurde das Fahrzeug für einige Zeit stillgelegt und anschließend von der Bauaufsicht und dem TÜV Süd überprüft.
Der Freifallturm „Hangover“ ist nach Angaben der Familie Schneider das höchste transportable Freifallkarussell der Welt. Inhaber Ewald Schneider jr. sagte auf Anfrage: „Wir bedauern den Vorfall zutiefst und haben den Betrieb natürlich sofort eingestellt.“ Auch der operativen Familie ist die Aufklärung des Vorfalls sehr wichtig.
Den beiden Betroffenen gehe es seinen Angaben zufolge inzwischen gut, sagte Schneider. Zudem könne der Betrieb des Fahrgeschäftes nach Rücksprache mit Polizei, Feuerwehr, Bauaufsicht, TÜV und dem Hersteller einen Tag später wieder aufgenommen werden. Auch der “Kater” wurde vor dem Öffnen sehr sorgfältig geprüft.
Schon zuvor hatte es Probleme mit den Fahrgeschäften auf der Messe gegeben. Am ersten Wochenende war die Riesenschaukel „Gladiator“ wegen technischer Probleme vorübergehend geschlossen. Eine Gondel der „Wilden Maus“ steckte beim Anflug minutenlang fest. Die Achterbahn wurde vorübergehend geschlossen, danach wurde das Problem behoben und der Betrieb wieder aufgenommen.