Warmes Wetter und eine höhere Impfrate lassen die Zahl der Kroneninfektionen zurückgehen. Doch das RKI mahnt trotz neuer milder Variante zur Vorsicht.
Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gehen Kroneninfektionen und Krankenhauseinweisungen weiter deutlich zurück. Das RKI gab in seinem Wochenbericht für den Zeitraum vom 16. bis 22. Mai bekannt, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im Vergleich zur Vorwoche um 28,8 Prozent gesunken sei. Sie verzeichnete in sieben Tagen 350 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Unter den Bundesländern hatten Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen.
Die Zahl der gemeldeten Infektionen pro Woche sank bundesweit von 408.406 auf 290.885. Angesichts dieser Zahlen schätzt das RKI das Risiko für die Bevölkerung aber dennoch als hoch ein. Impfungen haben nicht an Bedeutung verloren, schreibt das RKI. Insbesondere Personen in Risikogruppen über 70 Jahren sollen mit einer zweiten Auffrischimpfung vor einer schweren Erkrankung geschützt werden.
Die Inzidenz nimmt in allen Altersgruppen ab
Laut RKI ging die Inzidenz in allen Altersgruppen im Vergleich zur Vorwoche weiter zurück. Am stärksten war der Rückgang bei Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren mit 40 Prozent, gefolgt von denen von null bis vier Jahren mit 38 Prozent. Aber auch in den Altersgruppen über 70 Jahren nahm die Inzidenz um 24 bis 30 Prozent ab.
Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist seit Mitte März kontinuierlich rückläufig. Auch die Zahl der Todesopfer sinkt weiter. Das RKI betont, dass die Impfung nicht an Bedeutung verloren habe. Am Dienstag empfahl die Ständige Impfkommission (Stiko) zudem die Kronenimpfung für gesunde Kinder zwischen fünf und elf Jahren.