RKI warnt vor Ausbrüchen: Omikrons neue Filialen dominieren bereits

RKI warnt vor Ausbrüchen Neue Zweige von Omikron sind bereits dominant

16.06.2022, 20:29

Politiker und Experten erwarten im Sommer eine neue Kronenwelle. Grund dafür sollen laut RKI die neuen Unterlinien der omicron-Variante sein. In der Folge ist mit weiteren Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen zu rechnen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) dominieren bereits die seit einigen Wochen proportional steigenden omicron-Sublinien. „Das starke Wachstum insbesondere von BA.4 und BA.5, aber auch von BA.2.12.1, legt nahe, dass diese Varianten derzeit den Großteil der Evidenz ausmachen“, heißt es im RKI-Wochenbericht zu Sars-CoV-2. Sie basiert auf Auswertungen von Virusvarianten.

Diese Daten aus dem Bericht beziehen sich immer auf die Vorwoche: Auf BA.5 entfielen damals etwa 24 Prozent der positiven Proben einer Stichprobe, was wiederum einer Verdopplung des Wertes der Vorwoche entspricht. BA.4 und BA.2.12.1 waren etwa vier Prozent. Aufgrund der erhöhten Verbreitung im Vergleich zu bisher dominanten Erregern könnten diese Varianten zu einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen beitragen, sagte er. Bei der Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz spricht das RKI von einem deutlichen Anstieg um etwa ein Drittel in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche.

Entwicklung der omicron-Erkenntnisse Tabellarische Übersicht der omicron-Erkenntnisse

Betroffen sind alle Altersgruppen. Auch in Pflegeheimen und Pflegeheimen sowie medizinischen Behandlungseinrichtungen wurden weitere Ausbrüche gemeldet. „Bei dem größten Anstieg der Infektionszahlen ist mit einem erneuten Anstieg des Infektionsdrucks auf gefährdete Personengruppen zu rechnen.“ Eine RKI-Karte zur Entwicklung des Infektionsgeschehens zeigt viele Landkreise mit den höchsten Fallzahlen vor allem im Nordwesten Deutschlands.

Der Generalsekretär der Deutschen Immunologischen Gesellschaft, Carsten Watzl, rechnet mit Hunderten von Entladungen, da sich die Sommerwelle der Kroneninfektionen häuft. „Wir haben derzeit zwei Entwicklungen, die gegeneinander arbeiten“, sagte Funke gegenüber Zeitungen. „Einerseits ein saisonaler Effekt, der die Zahlen drückt, und andererseits mit Omikron im Gegensatz zu früheren Sommern eine deutlich ansteckendere Variante.“

Es seien Vorfälle im Bereich von 500, 600 und 700 zu erwarten, sagte Watzl. Er glaubt jedoch nicht, dass die Schwelle für einen Vorfall im Jahr 2000 erreicht wird.

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