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Klimaminister Robert Habeck (52, Grüne) will in der Energiekrise mit gutem Beispiel vorangehen: „Ich habe die Duschzeit wieder deutlich verkürzt“, sagte er dem „Spiegel“.
“Ich habe noch nie in meinem Leben fünf Minuten geduscht. Ich werde schnell duschen.”
Dabei hält es sich an das, was das eigene Ministerium den Bürgern empfiehlt. In seinen kürzlich veröffentlichten Energiespartipps für den Alltag sagt er: „Wenn wir die Duschzeit auf maximal fünf Minuten reduzieren und die Wassertemperatur etwas senken (…), sparen wir nicht nur Warmwasser. . So helfen wir auch, Gas für die Wasseraufbereitung einzusparen. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für unsere Haut, wie von Dermatologen empfohlen.“
Am 10. Juni startete das Ministerium die Bürgeraktion „80 Millionen gemeinsam für die Energiewende“. Der Aufruf an die Deutschen: Energie sparen!
Darunter ganz einfache Spartipps, während Kreml-Diktator Wladimir Putin (69) seine Gasvorräte drosselt und die Gaspreise zu explodieren drohen:
- Tauen Sie Ihren Gefrierschrank regelmäßig auf
- Wechseln Sie den Duschkopf zu einer wassersparenden Version oder sogar zu einer Regenbrause.
- Bürobeleuchtung auf LED umrüsten.
- Richtig heizen und lüften: „Lüften Sie kurz und stoßweise bei weit geöffneten Fenstern, öffnen Sie an kalten Tagen die Fenster nicht und schalten Sie während des Lüftens die Heizung aus“, heißt es.
Doch damit nicht genug: „Im Sommer bin ich nicht so gerne in klimatisierten Räumen, im Winter wärme ich mich in Maßen auf“, erklärt Habeck.
Allerdings ist er selbst ein schlechtes Beispiel: „Als Minister habe ich ein Gehalt, von dem andere nur träumen. Außerdem komme ich spät nach Hause, stehe um sechs Uhr auf und gehe um sieben. Im Winter muss man nicht heizen.”
Habeck bringt seine Beamten ins Schwitzen
► Habeck ging gleich zu Beginn der Kampagne mit gutem Beispiel voran: In seinem Ministerium werden „Sofort“-Maßnahmen für Beleuchtung, Heizung und Kühlung umgesetzt.
Konkret: Habeck lässt die Klimaanlagen wann immer möglich abstellen. In Räumen, in denen für Technik und Mitarbeiterschutz Kühlung benötigt wird, sollten Stromfresser erst ab einer Umgebungstemperatur von 26 Grad starten. Bisher lag laut einem Schreiben des Ministeriums die „Solltemperatur“ bei 22 Grad.
Klimaschweiß: Laut internen Berechnungen soll die jährliche Einsparung bei rund 50.000 Kilowattstunden liegen – 40 Prozent des bisherigen Verbrauchs.
► Sparpotenzial sieht das Ministerium auch beim Heizen (ab September).
Nachts soll die Temperatur weiter gesenkt werden, Konferenzräume werden künftig nur noch bei Nutzung beheizt und zusätzliche Thermostate in den Fluren installiert.
► Habeck beendet auch die Außenbeleuchtung der Ministeriums- und Nachtgebäude (Ausnahme: Gehwege).
Brisant: Der Vizekanzler will, dass alle Ministerien nachziehen, und sagt, das Ziel sei, dass alle Bundesbehörden bis 2030 klimaneutral seien.
Erklärtes Ziel der im Ministerium angesiedelten „Koordinierungsstelle“ ist es zudem, alle Mitarbeiter für das Thema Energiesparen „zu sensibilisieren“.