Robert Habeck will Putin mit einer Energiesparkampagne “auslöschen”.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: Umweltverbände kritisieren Kampagne. (Quelle: Chris Emil Janßen / imago-images-bilder)

Mit Postern, Tipps und Anleitungen

An der Aktion „80 Millionen gemeinsam für die Energiewende“ beteiligen sich: Spitzenverbände aus Wirtschaft und Kommunen, der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der Umweltverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). . In einer gemeinsamen Erklärung verpflichten sie sich, den Energieverbrauch zu senken und mehr Effizienz zu erreichen.

Stefan Körzell, Mitglied des DGB-Vorstands, forderte sozialen Ausgleich angesichts hoher Preise. Der Dachverband BDI und der Zentralverband ZDH verwiesen auf das „Hauptinteresse“ der Wirtschaft, die Energieeffizienz voranzutreiben. Jutta Gurkmann, Vorstandsmitglied des vzbv, verwies auf das große Interesse an der Energiesparberatung. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kampfer mahnte, Effizienzgewinne sollten nicht wie so oft mit einem „mehr Mindset“ in Form von größeren Autos, Fernsehern oder Wohnungen wieder aufgebraucht werden.

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz: „Wenn viele es tun, wird es richtig steigen.“ (Quelle: Chris Emil Janßen / imago-images-bilder)

Neben Postern, Tipps und Ratgebern umfasst die Kampagne auch neue Förderprogramme und Beratungsangebote. Auch das Wirtschaftsministerium beteiligt sich an der Aktion Energiesparmaßnahmen beim Heizen, Kühlen und Beleuchten. In allen Büros solle die Klimaanlage auf 26 Grad hochgefahren, im Winter die Heiztemperatur gesenkt werden, sagte er.

Umweltverbände kritisieren “Duschtipps”

Einige Umweltorganisationen haben das Fehlen von Werbekampagnen kritisiert, solange die politischen Rahmenbedingungen nicht geändert und gesetzliche Anforderungen nicht erfüllt werden. Die großen Schritte seien nur mit “verbindlichen Maßnahmen” zu erreichen, die auch für die Branche gelten, sagte BUND-Geschäftsführerin Antje von Broock, Deutschlands Verlagsnetzwerk.

Habeck-Plakat mit Brause: Ein Umweltverband kritisiert, dass die Verantwortung für Energieeinsparungen nicht mit „Duschtipps“ auf die Verbraucher abgewälzt werden dürfe. (Quelle: Kay Nietfeld / dpa-Bilder)

Die Verantwortung für das Energiesparen dürfe nicht mit „Duschtipps“ auf die Verbraucher abgewälzt werden, sagte Barbara Metz, Direktorin der Deutschen Umwelthilfe. Ähnlich äußerte sich Martin Kaiser, Vorstandsmitglied von Greenpeace.

Habeck sagte, die Kampagne dürfe Politikern nicht als Vorwand dienen, nicht zu handeln. “Sie kann weder politische Rahmenbedingungen noch Ordnungsrecht ersetzen.” Allerdings seien in den vergangenen Monaten “viele Gesetze schon durchgedrückt” worden.

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