Sie war einfach richtig happy in Berlin …
Filmlegende Romy Schneider (†43) hatte hier seine beste Zeit. 1953 machte er seine ersten Probeaufnahmen in den Ufa-Studios. 1965 verliebte sich Romy in ihren späteren Ehemann Harry Meyen (†54) und lebte mit ihm in der Winkler Straße 22 im Grunewald.
Romy Schneider als Kaiserin Elisabeth und Karlheinz Böhm als Kaiser Franz Joseph von Österreich in „Sissi“ Foto: picture alliance / United Archives / IFTN
Nur in Berlin, sagte er einmal, fühle sich Schneider frei und glücklich. Wir haben die Gartenpartys mit dem damaligen Bürgermeister Willy Brandt (†78) genossen.
Am Sonntag jährt sich der Todestag der Legende „Sissi“ zum 40. Mal. Daher erwartet das Romy Schneider Archiv und Museum des Berlin-Instituts eine Ehrung durch das Land Berlin. Der Wunsch: An der Winkler Straße eine Gedenktafel anzubringen.
Romy Schneider mit Ehemann Harry Meyen und Sohn DavidFoto: SvenSimon
Doch das Land Berlin lehnte ab. Die Gedenkstätte schrieb kurz an den Verein: „Der Historische Beirat hat keine Empfehlung für eine Gedenktafel für Romy Schneider ausgesprochen. Es werden immer mehr Gedenktafeln vorgeschlagen, als man sich vorstellen kann.“
Zu den Gründen wollte sich eine Sprecherin auf BILD-Anfrage ebenfalls nicht äußern. “Jury-Stimmen werden vertraulich behandelt.”
Romy Schneider spielt mit ihrem Sohn David in seinem Haus in BerlinFoto: SvenSimon
Die Direktorin des Instituts, Ariane Rykov, sagte zu BILD: „Ich bin sehr enttäuscht, dass die Stadt Berlin eine Gedenktafel für Romy Schneider abgelehnt hat. Die Begeisterung für sie ist ungebrochen. Das schaffen nur ganz wenige Künstler.“
Daher sei es “traurig, dass die Stadt Berlin einer Ausnahmekünstlerin wie Romy, die ein immenses künstlerisches Erbe hinterlassen hat, diese Ehre nicht zuteil werden lässt.”