27. Mai 2022, 19:30 Uhr
Ein melancholisches Motto, das zwischen drei Tönen umgibt, eröffnet die 3. Sinfonie von Sergei Rachmaninoff, und dahinter öffnet sich ein Kosmos der Leidenschaften mit erhabener Melodie, skurrilen Rhythmen und düsteren Abgründen, als wäre es die intime Beschwörung einer Welt von gestern, die es vielleicht ist hat es so nie gegeben. , nach dem aber die Sehnsucht stärker ist. Zwischen all den Stühlen saß Rachmaninow: ein russischer Einwanderer in den USA, ein Amerikaner in seiner ehemaligen Heimat; er ist nicht so glamourös wie ein Klaviervirtuose, leidet aber unter Lampenfieber. Und der Symphoniker Rachmaninow kämpfte zeitlebens mit seinem traumatischen Fehlstart mit der Gattung 1897 in St. Petersburg. Schon damals hatte er ein Motiv ineinander verwoben, das alle seine großen Werke durchzieht, ohne das dritte auszuklammern: das „Dies irae“ des Requiems.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Bohuslav Martinu dasselbe spätromantische Kartenspiel in seinem Klavierkonzert Nr. 3, obwohl er auch einige klassische Witzbolde gemischt hat. Als Untertan des Habsburgerreiches in Policka in Ostböhmen geboren und im Turmzimmer knapp 40 Meter über der Stadt aufgewachsen, wurde der Rebell Martinu aus dem Prager Konservatorium vertrieben und begann danach noch unbeschwerter zu komponieren Paris, 1941 in den USA. Am 10. März 1948, dem Tag von Jan Masaryks tödlichem, unerklärlichem Sturz während der kommunistischen Übernahme Prags, beendete Martinu das Konzert und gab später seinen Plan auf, in seine ehemalige Heimat zurückzukehren.
Zwei wenig bekannte Werke, die es noch zu entdecken gilt, verteidigt von Finn Olli Mustonen am Klavier und dem russischen Dirigenten Valentin Uryupin (der anstelle des unglücklichen Regisseurs Elim Chan die Leitung übernahm) auf dem RSO-Podium.
(Walter Weidringer)
Service
Dieses Programm wird mit Dolby Digital 5.1 Surround Sound ausgestrahlt. Sie können die volle Surround-Qualität erleben, indem Sie auf Ihr HbbTV-Gerät streamen oder die Broadcast-URLs direkt aufrufen.
Mehr dazu unter oe1.ORF.at – 5.1
Serie
Layout
Überblick
Wiedergabeliste
Komponist: Anna Clyne (*1980) Titel: This Midnight Hour (2015) Orchester: ORF Radio-Symphonieorchester WienFahrer: Valentin UryupinDauer: 14:20 minTag: Boosey and Hawkes / Leihmaterial
Komponist: Bohuslav Martinu (1890-1959) Titel: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 (1947/48) * Allegro 9,28 * leicht mäßig 11,42 * mäßig – Allegro (leicht) 9,10 Solist: Olli Mustonen, Wiener Klavierorchester, Radio-Symphonieorchester, Fahrer: Valentin Uryupin, Dauer: 30:20 min, Tag: Verlag Schott / Leihgeräte
Komponist: Georg Friedrich Händel Titel: Grobschmiedvariationen (Suite Nr. 5 in E-Dur HWV 430) – ZUGABENSolista: Olli Mustonen, pianoDauer: 03:50 minTag: manus
Komponist: Sergej Rachmaninoff (1873-1943) Titel: Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 44 (1936/37) * 1 Slow – Allegro moderat – Allegro 18.53 * 2 Adagio but not too much – Allegro animat 13.56 * 3 Allegro – Allegro animat – Allegro (First time) – Allegretto – Allegro animat 13.26 Radio -Orchester Orchester: ORF WienLeitung: Valentin Uryupin Länge: 46:15 minTag: AJ Benjamin (Boosey and Hawkes) / Leihmaterial
Komponist: Bohuslav Martinu Album: BOHUSLAV MARTINU: THE SYMPHONY – ORF RSO Vienna, C. MasterTitel: Symphony No.2 H.295 * Allegro moderato – 1. Satz (00:06:52) * Andante moderato – 2. Satz (00:06 : 29) * Poco Allegro – 3. Satz (00:04:27) * Allegro – 4. Satz (00:04:57) Dirigent: Cornelius MeisterOrchester: ORF Radio-Symphonieorchester Wien Dauer: 22:50 minTag: Capriccio C5320 (3 CDs )
weitere Inhalte anzeigen