Die Signierung der Bücher für Nikodemus: Rudi Dolezal.
Foto: Birgit Kindler
Filmemacher Rudi Dolezal traf Freddie Mercury bei einem Interview in München für die ORF-Sendung „Ohne Maulkorb“. „Ich war überhaupt kein Queen-Fan, meine Band sah eher aus wie die Rolling Stones“, verriet Dolezal bei der Veröffentlichung des Buches „My Friend Freddie“ gegenüber Nikodemus. Das damalige Interview wurde legendär, und so entwickelte sich zwischen Dolezal und Mercury eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft, über die der Purkersdorfer Filmemacher in seinem Buch schreibt. „Das Buch ist keine Biographie, sondern meine Geschichte, die ich mit Freddie erlebt habe“, sagt Dolezal.
Insgesamt 32 Musikvideos hat der Purkersdorfer für Queen aufgenommen. Darunter „I’m Going Slightly Mad“ von Dolezal. „Vor seinem Tod hat Freddie immer wieder drei Musikvideos angeschaut, neben ‚Radio Gaga‘ und ‚I Want To Break Free‘ auch dieses“, sagt der Purkersdorfer. Doch nicht nur die Leser wissen von gemeinsamen Projekten, Dolezal berichtet auch von Dinners mit Elton John und Rod Stewart.
„Eines der Dinge, über die an diesem Abend gesprochen wurde, war, dass Elton John und Rod Stewart sich Mercury als ‚Teeth, Nose and Hair‘ anschließen könnten.“ Übrigens gibt es auch ein Kapitel über Merkurs Zähne und warum er sie (wahrscheinlich) nicht repariert hat. Und während er aus privaten Erfahrungen erfährt, „wissen nicht einmal die Bandmitglieder Brian May oder Roger Taylor, warum sie nicht dabei waren“, legt Dolezal auch ein paar Dinge beiseite. „Was zum Beispiel kurz vor Freddies Tod passiert ist, geht niemanden etwas an“, sagt Purkersdorfer.
Durch das Schreiben konnte Dolezal den Tod seines Freundes akzeptieren, denn bisher hatte er ihn nur verdrängt. „Beim Schreiben habe ich nicht geweint, aber beim Lesen der fertigen Kapitel schon“, sagt der Purkersdorfer, der sicher ist, dass Freddie Mercury vieles erleben wird. „Allerdings frage ich mich, was sonst möglich gewesen wäre, wenn ich länger gelebt hätte“, betont Dolezal.
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