Rund 300 Schäden wurden nach den Unwettern in Kärnten verzeichnet

„In der Anfangszeit ging es darum, Menschenleben zu retten, Zufahrtswege für die Organisation von Notfällen zu schaffen und das enorme Ausmaß der Schäden zu erkunden“, sagte Oberstleutnant Thomas Enenkel vom Österreichischen Bundesheer, Leiter der Arbeitsgruppe. Inzwischen sind 53 Schäden an öffentlicher Infrastruktur und 240 Schäden an Privatgebäuden entstanden. Das Schadensspektrum reicht von völlig zerstörten Straßen und Brücken, verwüsteten Gebäuden bis hin zu Totalausfällen in Kanalisation und Stromversorgung. Auch landwirtschaftliche Flächen und Waldflächen würden schwer beschädigt.

Stand 29. Juni sind täglich zwischen 500 und 700 Einsatzkräfte, zwischen 150 und 200 schwere Fahrzeuge oder Baumaschinen und bis zu drei Hubschrauber im Unglücksgebiet unterwegs. Sie halfen auch vielen Freiwilligen, koordiniert von Krisenstäben.

Nach der Bergungs- und Bergungsphase begannen die Sanierungsarbeiten der Infrastrukturen: In enger Zusammenarbeit mit den Abteilungen des Landes Kärnten wurden die wichtigsten Verkehrswege provisorisch wiederhergestellt, Staus beseitigt und Geschiebesperren sowie Schlamm und Geröll entfernt. von Privatgebäuden, wurde berichtet. „Aufgrund der instabilen Witterungsverhältnisse war es zudem notwendig, an einer neuralgischen Stelle in Treffen einen temporären Hochwasserschutz zu errichten“, sagte Landrat Bernd Riepan, Landrat Villach-Land.

Gleichzeitig wurden vorbereitende Arbeiten für den Wiederaufbau der Versorgungsinfrastruktur koordiniert: Unter anderem muss eine Behelfsbrücke für die Deponie Arriach gebaut werden. Eine weitere Herausforderung stellt die Pöllingerstraße dar: „Damit die Pioniere mit der Räumung der völlig zerstörten Pöllingerstraße beginnen konnten, musste im Vorfeld geklärt werden, welche Versorgungsleitungen unter der Straße verlaufen“, so Enenkel.

In der kommenden Woche werden die Reparaturarbeiten fortgesetzt, außerdem will sie immer mehr Schlammlawinen auf Privatgrundstücken beseitigen: „Wir haben das Ausmaß der Schäden an Privatgrundstücken geprüft. es wird von den Stadträten und Städten nach den Sitzungen verschickt, dann können wir mit der sukzessiven Bearbeitung der Schadensfälle beginnen”, erklärte Riepan. Am kommenden Freitag (15. Juli) sollen “ein Großteil der Schäden” provisorisch behoben werden, hieß es.

Neben 24 Freiwilligen Feuerwehren und fünf Zivilschutzkorps ist das Österreichische Bundesheer seit dem Sturm mit täglich zwischen 100 und 120 Personen im Einsatz, weitere Korps wie das Rote Kreuz (50), die Polizei ( 30). und Wasser- und Bergrettung (50). Die Kärnten Netz GesmbH war mit 140 Mann im Einsatz.

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