Deutscher Medienbericht
Russische Stiftung zur finanziellen Unterstützung der rechtsextremen Szene in Deutschland
Stand: 08:58 | Lesezeit: 2 Minuten
Viele Rechtsextremisten in Deutschland sind in ihren Privatunternehmen auf russische Partner angewiesen (Archivbild)
Quelle: pa/dpa/Uli Deck
Auch die russische Stiftung „Institut für Demokratie und Zusammenarbeit“, die die Partei von Marine Le Pen unterstützte, scheint Rechtsextremisten in Deutschland zu helfen. Auch Bundeswehrleutnant Franco A. versuchte, Geld aus Russland zu bekommen.
Laut einem Medienbericht spielt russisches Geld in der rechtsextremen Gewaltszene in Deutschland eine größere Rolle als bisher bekannt. Nach Recherchen der Süddeutschen Zeitung soll Bundeswehr-Oberleutnant Franco A., der derzeit wegen Terrorismusverdachts vor dem Oberlandesgericht Frankfurt vor Gericht steht, in der Vergangenheit offenbar Kontakt zu einer russischen Stiftung gesucht haben, die dem Staat nahe steht. . Franco A. soll mindestens einmal das Russische Institut für Demokratie und Zusammenarbeit besucht haben, das seinen Sitz in Paris hat.
Nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden sollte er in Paris finanzielle Unterstützung erhalten. In der Vergangenheit hat die Stiftung beispielsweise die rechtspopulistische Partei von Marine Le Pen finanziell unterstützt. Das russische Institut schreibt auch regelmäßig für das deutsche rechtsextreme Magazin Compact.
Ob Franco A. auf diese Weise an russisches Geld kam, ist unklar. Laut “SZ” scheint das einigen seiner rechten Kollegen gelungen zu sein. Unter den vielen Agenten und Polizisten, die sich in der rechten Chatgruppe “Nordkreuz” mit Franco A. verbunden hätten, hieß es, es gebe überraschend viele, die in ihren Privatunternehmen auf russische Partner angewiesen seien.
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Der Chatgruppe gehörten Kommandeure von Reservisteneinheiten sowie aktive Polizisten der Spezialeinheiten an. Einige von ihnen betrieben nebenan private Sicherheitsfirmen. Die Verbindungen dieses Netzes waren bereits Gegenstand einer Untersuchung des Geheimdienstkontrollausschusses des Bundestages, die nicht öffentlich gemacht wurde.
“Der Krieg in der Ukraine ist nur die Spitze des Eisbergs der russischen Einmischung in die regelbasierte Ordnung”, sagte Roderich Kiesewetter (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Kontrollausschusses des Verfassungsschutzes.