Die russische Botschaft droht der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) mit einer Klage wegen einer Putin-Karikatur. Der Artikel sei „verleumderisch und beleidigend“.
Grund für die russische Kritik an der NZZ ist ein Zeitungsartikel vom 9. Juli mit einem Foto von Kreml-Chef Wladimir Putin. – sda – E-Paper Neue Zürcher Zeitung
Ankündigungen
das Wesentliche zusammengefasst
- Russland droht der “Neuen Zürcher Zeitung” mit einer Klage wegen einer Putin-Karikatur.
- Die russische Botschaft sei “äußerst empört”, schrieb die russische Botschaft in einem Schreiben.
- Konkret handelt es sich um ein retuschiertes Foto von Putin mit einer roten Internet-Clownnase.
Russland drohte der “Neuen Zürcher Zeitung” mit einer Klage nach der Veröffentlichung kritischer Berichte und einer Putin-Karikatur. Die russische Botschaft schickte einen Brief an NZZ-Chefredaktor Eric Gujer.
„Wir sind äußerst empört über die Veröffentlichung der beleidigenden Karikatur des Präsidenten der Russischen Föderation“, heißt es in dem Schreiben. Dies wurde am Samstag vom Pressedienst der russischen Botschaft in der Schweiz auf seiner Website veröffentlicht.
“Verleumderisch und beleidigend”
„Wir glauben, dass die Meinungsfreiheit unvereinbar ist mit der Freiheit, Beleidigungen und Verfälschungen zu verbreiten“, schrieb die russische Botschaft. Er behalte sich das Recht vor, den Artikel und mögliche zukünftige „verleumderische und beleidigende“ Veröffentlichungen über die russische Führung wegen Verleumdung und Verleumdung anzuprangern, sagte er.
Liest du die NZZ?
Grund ist laut Bericht ein Artikel in der NZZ-Ausgabe vom 9. Juli vor einer Woche mit dem Titel «Superhelden und Schurken entwickeln Macht im Internet». Darin schrieb die Zeitung, der Krieg in der Ukraine sei auch ein Kampf der Erzählungen gewesen. Die sogenannten Meme würden „Benachteiligte beim Aufstieg und schlimme Stürze“ zeigen.
Illustriert wurde der Text unter anderem mit einem retuschierten Foto von Putin mit roter Clownsnase und Regenbogenfarben im Gesicht. Das Foto war zuvor auf Twitter mit dem Hashtag „#PutinWarCriminal“ geteilt worden.
Die NZZ hatte zuvor die Berichte der Ukraine kritisiert
Die russische Botschaft hatte die NZZ zuvor wegen Berichten über Russland und den Ukrainekrieg kritisiert. Die NZZ äußerte sich zunächst nicht.
Seit dem Einsatz von Truppen in der Ukraine geht Russland landesweit hart gegen die Medien und die Opposition vor. Das Land erklärte mehrere Organisationen für „unerwünscht“ und nannte sie „Bedrohungen“. Werden ausländische Organisationen, Stiftungen oder Unternehmen als “unerwünscht” eingestuft, drohen Russen mit Verbindungen zu diesen Organisationen hohe Geldstrafen oder bis zu sechs Jahre Gefängnis.
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