Russland reagiert auf hohe Verluste: EU zieht Konsequenzen

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Erstellt: 31.08.2022 Aktualisiert: 31.08.2022, 17:35

Von: Helena Gries, Tobias Utz, Sandra Käthe, Karolin Schäfer, Nadja Austel, Nail Akkoyun, Vincent Büssow, Lucas Maier, Jan-Frederik Wendt, Christian Stör, Tanja Koch

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Die Internationale Atomenergiebehörde will das Kernkraftwerk Saporischschja untersuchen. Es gibt eine weitere Explosion auf der Krim – der Newsticker für Mittwoch, den 31. August.

  • Gegenoffensive der Ukraine: Russland will Lücken in der Front schließen
  • Explosion auf der Krim: Große Rauchsäule am Himmel
  • Anmerkung der Redaktion: Alle Neuigkeiten zum Ukraine-Konflikt lesen Sie in diesem Newsticker. Einige der Informationen stammen von Kriegsparteien im Ukrainekrieg und können nicht direkt und unabhängig verifiziert werden.

+++ 17.30 Uhr: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sollen Cafés und Restaurants ab dem 1. September um 22 Uhr schließen. Dies dient der Unterstützung der kriegsbedingten Ausgangssperre zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent unter Berufung auf Informationen der Regierung von Präsident Selenskyj.

Der Krieg in der Ukraine in Bildern: Zerstörung, Widerstand und Hoffnung

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+++ 17 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat neue Daten zu russischen Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Das berichten die Nachrichtenportale Kyiv Independent und Nexta übereinstimmend. Demzufolge sind bereits 47.900 Soldaten gefallen. Diese Zahl stieg an einem Tag um 350. Außerdem sollen fast 2.000 Panzer in Russlands Arsenal zerstört worden sein. Die Zahlen auf einen Blick.

Ein Panzer der ukrainischen Armee im Einsatz. (Ikonische Fotografie) © Miguel Medina / AFP

+++ 15.45 Uhr: Die EU setzt ein mit Russland geschlossenes Abkommen zur Erleichterung der Visaerteilung für Reisende komplett aus. Das teilte der Chef der EU-Außenpolitik, Josep Borrell, am Mittwoch nach den Beratungen der Außenminister in Prag mit. Der Schritt ist eine weitere Strafmaßnahme als Reaktion auf den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.

+++ 15.00 Uhr: Russland verlegt offenbar nun weitere Truppen aus der Region Melitopol in der Südukraine. Das berichtet das Nachrichtenportal Nexta. Seit Tagen kommt es in der Region Cherson zu heftigen Kämpfen mit der ukrainischen Armee. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine: Russische Truppen verweigern dem IAEO-Team wahrscheinlich Pässe

+++ 14.30 Uhr: Russische Besatzungstruppen rund um das Kernkraftwerk Saporischschja weigern sich offenbar, der Internationalen Atomenergiebehörde Pässe für das Kraftwerksgelände auszustellen. Laut BBC müsste es einen Konvoi von etwa 20 Autos an einem Kontrollpunkt halten.

+++ 13.45 Uhr: Experten der Internationalen Atomenergiebehörde sind jetzt im Kernkraftwerk Saporischschja eingetroffen. Gegen Mittag traf ein Konvoi von etwa 20 Fahrzeugen ein. Nun beginnt die Inspektion des Kernkraftwerks.

+++ 13.15 Uhr: Derzeit kursiert der Verdacht, dass es im Bundeswirtschaftsministerium Spionage geben könnte. Zwei Beamte, die Russland sehr zu lieben scheinen, sind darin verwickelt.

Ukraine War News: Russland erklärt die ukrainische Offensive für gescheitert

+++ 12.45 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium in Moskau hat die ukrainische Gegenoffensive für gescheitert erklärt. Stattdessen musste die ukrainische Armee schwere Verluste hinnehmen, beispielsweise wurden drei Hubschrauber abgeschossen. Auch vier Kampfflugzeuge seien zerstört worden, teilte das Ministerium mit. Dies widerspricht Angaben aus Kiew. Das ukrainische Militär hat in den vergangenen Tagen wiederholt mitgeteilt, dass die Frontlinie der russischen Streitkräfte durchbrochen wurde. Gebietsgewinne seien vor allem in der Region Cherson zu verzeichnen, sagte er. Die oben genannten Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 12.00 Uhr: Die Kämpfe um das Atomkraftwerk Saporischschja gehen weiter. Allein am Mittwochmorgen gab es mehr als 60 Treffer durch Artilleriebeschuss und Drohnenangriffe auf dem AKW-Gelände, teilte die russische Besatzungsverwaltung mit. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 10.45 Uhr: Papst Franziskus hat erneut zum Frieden im Krieg in der Ukraine aufgerufen. „Heute erleben wir den Dritten Weltkrieg“, sagte er vor einer Generalaudienz im Vatikan. Betet für die Menschen in der Ukraine in der Hoffnung, dass die Kämpfe bald enden.

Ukraine War News: Russland versucht wohl Schlupflöcher zu schließen

+++ 10.15 Uhr: Nach einer Einschätzung des britischen Geheimdienstes haben ukrainische Truppen die russische Armee in der Südukraine zurückgedrängt. Das ist das Ergebnis der Gegenoffensive, die nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereits am Donnerstag erste Erfolge hatte. Laut dem Bericht aus London wird erwartet, dass Russland nun versuchen wird, die Lücken in der Frontlinie zu schließen. Hierfür könnten mobile Backup-Einheiten eingesetzt werden.

Nachrichten aus dem Krieg in der Ukraine: Russische Truppen greifen zwei Städte an

+++ 09.30 Uhr: Russische Truppen haben in der Nacht die Städte Kramatorsk und Slowjansk bombardiert. Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Kyiv Independent waren unter anderem Wohngebiete betroffen. Dies basiert auf einer Erklärung des Gouverneurs der Region Donezk, Pavlo Kyrylenko.

Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Explosion auf der Krim

+++ 08.45 Uhr: Auf der von Russland illegal annektierten Halbinsel Krim hat es am Mittwochmorgen offenbar eine weitere Explosion gegeben. Diese Nachricht kursiert auf mehreren lokalen Telegram-Kanälen mit Hinweisen auf die Krim-Behörden. Auch das Nachrichtenportal Nexta hat auf Twitter Videoaufnahmen gepostet, auf denen eine große Rauchwolke zu sehen ist. Wo genau die Explosion stattfand, ist noch unklar. Die oben genannten Informationen wurden noch nicht unabhängig überprüft.

+++ 07.30 Uhr: Während weltweit auf die Ankunft des Expertenteams der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in der Anlage gewartet wird, stehen die Menschen in Saporischschja Schlange, um Jodtabletten zu kaufen in den letzten Wochen wiederholt bombardiert, sodass Russland und die Ukraine sich gegenseitig die Schuld geben. Die Mission der IAEA unter der Leitung von Rafael Grossi soll in den kommenden Tagen den Zustand der sechs Reaktoren überprüfen. Grossi warnte Anfang August vor der “sehr realen Gefahr einer nuklearen Katastrophe”.

Kriegsnachrichten aus der Ukraine: Selenskyj fordert die Demilitarisierung des Kernkraftwerks Saporischschja

Update Mittwoch, 31. August, 6.30 Uhr: Präsident Selenskyj stellte den Experten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA die Forderung, dass das besetzte Kernkraftwerk Saporischschja entmilitarisiert und wieder unter ukrainische Kontrolle gebracht wird Nur so könne eine Gefährdung der nuklearen Sicherheit ausgeschlossen werden, sagte er.

Aber die Arbeit der Mission geht weiter. Es hat die Aufgabe, die Sicherheit der Anlage zu bewerten, potenzielle Schäden zu bewerten, die Arbeitsbedingungen der ukrainischen Kraftwerksbesatzung zu untersuchen und zu überprüfen, ob alles Kernmaterial vorhanden ist. Die in Wien ansässige IAEO verfügt über mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Überwachung von Sicherheitsstandards in kerntechnischen Anlagen auf der ganzen Welt.

+++ 20.35 Uhr: Die Ukraine meldet weitere zurückeroberte Gebiete in der Region Cherson. Die Dörfer Oleksandrivka und Pravdyne sind wieder unter ukrainischer Kontrolle. Diese Informationen werden bestätigt. Oleksandrivka liegt etwa 40 Kilometer von der Stadt Cherson entfernt. Die ukrainischen Streitkräfte waren jedoch mit Gegenangriffen nicht immer erfolgreich. Andere Orte im Süden dieser Region sollen unter russischer Kontrolle bleiben.

+++ 18.50 Uhr: Die Ukraine beschießt weiter die Stadt Nowa Kakhovka im Verwaltungsgebiet Cherson, wie in den sozialen Medien zu sehen ist. Dies geschieht mit Artillerieschlägen. Ziel ist es, den Transport neuer Waffen und Soldaten zu verhindern. Deshalb wird auch auf Bahngleise und Bahnhöfe geschossen. Am Tag zuvor gab es Artillerieangriffe in der Region Cherson.

Nachrichten des ukrainischen Dienstes: Russlands Mobilisierung könnte scheitern

+++ 16.30 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst geht von Scheitern der „verdeckten Mobilmachung“ Russlands aus. Daher müssen Söldner verschiedener Gruppen zurückgerufen werden, darunter Kämpfer der Einheiten „Wagner“ und „Kaiserliche Liga Russlands“. Der Secret Service schätzt die Zahl der Kämpfer inzwischen auf rund 5000. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 15.15 Uhr: Die Ukraine meldete am Montag den Vormarsch der russischen Frontlinie der russischen Armee in die Region Cherson. Internationale Beobachter sahen darin den Beginn der ukrainischen Gegenoffensive. Ralph Thiele, Experte am “Strategic, Political, Security and Economic Advisory Institute” und Oberst im Ruhestand, hält es für ein Ablenkungsmanöver. Einerseits soll es die russische Armee verwirren. Andererseits wolle man “Druck von der Donbass-Front nehmen”, erklärte er im Gespräch mit dem Nachrichtenportal ntv. „Wenn du in die Offensive gehst, redest du nicht darüber“, erklärte Thiele. Das seien “informativ-taktische Manöver”. Ihre Aussagen sind nicht unabhängig überprüfbar. Unterdessen spricht die Regierung in Kiew weiter von “intensiven Kämpfen” in der Region Cherson. Das Büro von Präsident Selenskyj sagte, es habe “Tag und Nacht schwere Explosionen” gegeben.

+++ 14.30 Uhr: Am Dienstagmorgen hat es in der Stadt Charkiw massive Angriffe der russischen Armee gegeben. Die lokalen Behörden melden jetzt mindestens 11 Todesfälle. Mehrere Mehrfamilienhäuser, mehrere Autos, ein Kindergarten und ein Park…

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