Die Website für Kinder und Jugendliche mit Kopfschmerzen ist online
Vestische Caritas-Kliniken GmbH am 07.06.22
Fast ein Drittel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland leiden regelmäßig unter Kopfschmerzen, Tendenz steigend. Meist liegt keine andere Krankheit vor und Kinder fragen sich: Was nun? Was kann ich machen? Wer hilft mir? Und auch die Eltern sind hilflos. Wie können Sie Ihren Kindern bei Kopfschmerzen helfen? Antworten auf diese Fragen bietet ein neues Online-Selbsthilfeportal: „Meine Kopfsache“! Die Website hilft Kindern und Jugendlichen mit Schmerzen und ihren Familien, ihre Schmerzen zu kontrollieren.
„Meine Kopfsache“ ist ein gemeinsames Projekt des Deutschen Kinderschmerzzentrums an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Herdecke, der Patientenorganisation UVSD Pain Loss eV und der Techniker Krankenkasse (TK). Neben leicht verständlichen Erklärungen zur Entstehung von Kopfschmerzen soll das Portal praktische Alltagsstrategien für den aktiven Umgang mit Kopfschmerzen vermitteln, die in Akutsituationen sofort anwendbar sind. Ziel der erlernten neuen Strategien ist es, die Anzahl der Kopfschmerztage zu reduzieren, die Defizite im Alltag zu reduzieren und so einer Chronifizierung vorzubeugen.
Der informierte und verantwortungsbewusste Umgang mit Medikamenten ist den Machern von „Meine Kopfsache“ besonders wichtig: „Leider haben wir festgestellt, dass Kinder und Jugendliche, die unter Spannungskopfschmerzen leiden, zu viele Medikamente einnehmen“, sagt Dr. Julia Wager, Projektleiterin am Deutschen Kinderschmerzzentrum. Die Website sollte explizit nicht-pharmakologische Strategien zum Umgang mit belastenden Kopfschmerzen vorstellen. „Meine Kopfsache“ erklärt die Folgen von unsachgemäßem und übermäßigem Drogenkonsum, sagt Wager.
Für Dr. Jens Baas, Geschäftsführer der TK, ist das neue Online-Portal eine niederschwellige Ergänzung zur medizinischen Behandlung. „Um Kopfschmerzen langfristig zu bekämpfen, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen. Ein gutes Selbstmanagement kann Ihnen helfen, länger asymptomatisch zu bleiben und zu verhindern, dass Ihre Kopfschmerzen ins Erwachsenenalter übergehen. Digitale Angebote können junge Patienten mit Kopfschmerzen hervorragend unterstützen“, sagt Baas. Die TK unterstützte „Meine Kopfsache“ im Rahmen der Förderung des Selbsthilfeprojekts.
Alle Angaben zu „Meine Kopfsache“ sind wissenschaftlich geprüft. Sie werden für Kinder ab 10 Jahren leicht verständlich und unterhaltsam präsentiert. „Jeder kann selbst etwas tun, damit seine Kopfschmerzen seltener oder weniger stark werden“, sagt Wager. Damit das Lesen und Lernen Spaß macht, enthält “Meine Kopfsache” drei animierte Videos, die erklären, wie Kopfschmerzen entstehen und wie sie behandelt werden. Neu erworbenes Wissen zum Thema Schmerz kann mit kleinen Wissenstests spielerisch getestet und gefestigt werden.
Aufgrund der Vielzahl an Betroffenen möchte das Online-Portal „Meine Kopfsache“ möglichst viele Kinder, Jugendliche und Eltern erreichen. „Diese junge Altersgruppe ist mit multimedialen Formaten vertraut und findet Informationen über diese Medien oft glaubwürdiger als die Informationen ihres Arztes“, ergänzt Heike Norda, erste Präsidentin des UVSD PainLOS eV.
Der Aktionstag gegen den Schmerz geht am 7. Juni 2022 nun in die 11. Runde. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. machte mit Unterstützung vieler anderer Schmerzorganisationen auf die lückenhafte Versorgung von mehreren Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen aufmerksam. In zahlreichen Praxen, Kliniken, Apotheken und Gesundheitszentren im ganzen Land finden Aktionen, Informationstage und Konferenzen statt.
www.meine-kopfsache.com
Kinder- und Jugendmedizin