Apple hat Unterstützung für Web-Push-Nachrichten im Safari-Browser versprochen: Web-Anwendungen und -Dienste können Web-Push-Nachrichten an Benutzer ab der nächsten Version 16 von Safari senden, wenn dies ausdrücklich gewünscht wird. Benachrichtigungen werden über die Benachrichtigungsfunktion des Betriebssystems gesendet und erfolgen auch, wenn der Browser nicht geöffnet ist. Apple setzt nun auf die Standards zwischen Push API, Notifications API und Service Worker Browsern.
Das Apple Developer Program ist nicht erforderlich
Der Push-Messaging-Dienst von Apple stellt Benachrichtigungen bereit. Anders als bei den bisherigen “Safari-Push-Benachrichtigungen” ist für Web-Push-Benachrichtigungen keine Mitgliedschaft in Apples kostenpflichtigem Entwicklungsprogramm erforderlich, wie das Unternehmen betonte. Wenn Ihre Webanwendungen bereits eine Push-Benachrichtigungsfunktion für andere Browser eingerichtet haben, sollte dies auch mit Safari funktionieren, wenn Ihre Serveranforderungen erfüllt sind.
Um den Missbrauch von Push-Benachrichtigungen zu minimieren, bietet Apple mehrere Schutzmaßnahmen an: Websites und Webanwendungen können nur dann um Erlaubnis für Push-Benachrichtigungen bitten, wenn der Benutzer Interesse bekundet hat, beispielsweise durch Klicken auf einen Knopfdruck. Anschließend muss die Meldung erneut über einen Systemdialog freigegeben werden. Störende Benachrichtigungen können jederzeit per System- oder Safari-Einstellungen abgeschaltet werden.
Web Push erst 2023 für iOS
Auch Webanwendungen können keine stillen Push-Nachrichten senden, um beispielsweise eine Hintergrundaktion ausführen zu können. Dem Nutzer solle immer eine sichtbare Meldung angezeigt werden, betonte Apple gegenüber den Entwicklern. Nach drei Push-Nachrichten ohne Benachrichtigung wird die Einwilligung automatisch widerrufen.
Die in macOS 13 Ventura integrierte Beta-Version von Safari 16 unterstützt bereits integriertes Push-Web-Messaging und wird voraussichtlich mit der Veröffentlichung von Safari 16 in diesem Herbst an die breite Öffentlichkeit verteilt. Die neue Version des Browsers soll auch parallel für macOS 12 Monterey und macOS 11 Big Sur erscheinen.
Auch Safari soll Web Push auf iPhones und iPads unterstützen, allerdings erst 2023. Ein genaueres Datum muss Apple noch nennen. Unterstützt durch Push-Benachrichtigungen erhalten Websites und Web-Apps ein zusätzliches zentrales Feature, das iOS-Geräten seit jeher vorbehalten ist, als native Apps, die über den Apple App Store vertrieben werden.
(lb)
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