Investition von 4 Millionen Euro: ALPEN-MAYKESTAG eröffnet ein Hightech-Logistikzentrum in Puch
Von rechts: Max Reischl, Geschäftsführer Ing. Mag. (FH) Claudia Zoff, LH Dr. Wilfried Haslauer, DI (FH) Gregor Gumpenberger-Friesacher und Maximilian Reischl mit ihrer Tochter.
Puch (A) ALPEN-MAYKESTAG, Österreichs führender Hersteller hochwertiger Bohr- und Fräswerkzeuge mit Sitz in Puch bei Salzburg, Produktionsstätten in St. Gallen (Steiermark) und Ferlach (Kärnten), eingeladen zum Sommerfest am 15. Juli am Firmensitz in Puch / Salzburg. Im Beisein von Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Mitgliedern der Gründerfamilie von ALPEN-MAYKESTAG Reischl und mehr als 200 Mitarbeitern wurde das neue Logistikzentrum eröffnet und das 65-jährige Firmenjubiläum gefeiert.
„Vom kleinen Handelsunternehmen zum internationalen Innovationsführer im Bereich Bohr- und Fräswerkzeuge hat ALPEN-MAYKESTAG in den letzten 65 Jahren eine beispiellose Erfolgsgeschichte geschrieben, bis zum „Jubiläum bekennt sich das Unternehmen zum Handelsgeschäft Standort Salzburg mit dem neuen Logistikzentrum in Puch und sichert damit zahlreiche Arbeitsplätze in der Region“, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer.
„Das neue ALPEN-MAYKESTAG Logistikzentrum hat uns von der ersten Idee bis zur Aufnahme des Probebetriebs 36 Monate auf allen Ebenen intensiv beschäftigt. Vielen Dank an alle, die dieses Projekt zum Erfolg geführt haben“, sagte Mag. Mag. (FH) Claudia Zoff, Geschäftsführerin der ALPENNAYKESTAG GmbH in ihrer Begrüßungsrede.“ Ziel war und ist es, die Kundenzufriedenheit durch eine bessere Lieferperformance zu steigern und damit die zukünftige Entwicklung und Wachstum von ALPEN-MAYKESTAG. Darunter verstehen wir, die Lieferzeiten unserer Kunden ab Auftragseingang zu verkürzen und Fehlerquoten deutlich zu reduzieren.“
Um das 4-Millionen-Euro-Projekt (inklusive Baumaßnahmen) zu starten, musste die Produktion an den beiden Standorten Ferlach und St. Gallen. Wo früher die Produktion war, wurde das Lager adaptiert und das neue ALPEN-MAYKESTAG Logistikzentrum errichtet. „In zahlreichen Workshops wurden die Abläufe und Prozesse analysiert und ein Großteil der Firmengeschichte wurde zu einer Logistik der letzten Generation. Stammdaten wurden bereinigt, temporäre Lagerzelte aufgestellt und hunderte Laufmeter alter Regale abgebaut, um Platz für den neuen Anlieferbereich zu schaffen. 17.000 Artikel mussten physisch umgelagert werden, um im neuen Hochregallager neu positioniert zu werden“, erläutert Claudia Zoff die wichtigsten Meilensteine des Projekts.
Das neue Logistikzentrum Puch / Salzburg: Steigerung der Kundenzufriedenheit durch bessere Lieferperformance
Insgesamt 17.000 Artikel werden in das neue ALPEN-MAYKESTAG Logistikzentrum am Standort Puch bei Salzburg umgezogen. 30 % der Artikel lagern auf 1.200 Palettenstellplätzen, 70 % in 23.000 Behältern im Kleinteilelager. Der Warenfluss beginnt beim Wareneingang, wo hochwertige ALPEN-MAYKESTAG Bohr- und Fräswerkzeuge aus St. Gallen und Ferlach. An 4 Arbeitsplätzen werden Artikel elektronisch erfasst, für Behälter bestimmt und im vollautomatischen Regallager eingelagert. Nach Überprüfung von Höhe und Gewicht werden die Behälter in das automatische Kleinteilelager verbracht. Es besteht aus 3 Gassen mit jeweils einem Regalbediengerät, das mit einer Fahrgeschwindigkeit von 5 Metern pro Sekunde für einen schnellen Transport der Behälter sorgt.
Bei ALPEN-MAYKESTAG werden Kundenbestellungen aus dem ERP-System an das Lagerverwaltungssystem WAMAS übergeben. Aufträge werden automatisch disponiert und an Kommissionierarbeitsplätzen bearbeitet. In den sogenannten Quellcontainerstationen sind 4 Auftragsarbeitsplätze installiert. 3 Arbeitsplätze können 12 Aufträge gleichzeitig bearbeiten. Um die Abholgeschwindigkeit zu erhöhen, wird im neuen Logistikzentrum nun auf Mehrfachabholung gesetzt, sodass 1 Quellbehälter mehrere Bestellungen gleichzeitig bedienen kann.
Einige ALPEN-MAYKESTAG Produkte können aufgrund ihrer Größe oder ihres Gewichts nicht im Kleinteilelager gelagert werden. Diese werden im neuen Handerfassungsbereich hinterlegt und von einem Handheld, einem mobilen Datenerfassungsgerät, bedient. Der Logistikmitarbeiter wird so durch das manuelle Lager geleitet, Kommissionierfehler werden nahezu vollständig vermieden.
Um die Lieferqualität zu erhöhen und Mengendifferenzen zu minimieren, wurden zwei Fehlermessstationen installiert, die den Gewichtsunterschied in Behältern und Packstücken ermitteln können. Pakete mit einem offensichtlichen Maßunterschied werden ausgeschleust und auf mögliche Erfassungsfehler überprüft. Nach der Korrektur werden die Packstücke transporttechnisch zum Warenausgang transportiert und zuvor automatisch mit einem Versandlabel versehen. In der Warenausgabe werden schließlich alle Packstücke 7-bahnig aufgeteilt und auf Paletten versandfertig gemacht.
65 Jahre ALPEN-MAYKESTAGVom Handelsunternehmen zum internationalen Innovationsführer im Bereich Bohr- und Fräswerkzeuge: eine Erfolgsgeschichte.
Max Reischl gründete vor 65 Jahren ein Werkzeughandelsunternehmen in der Stadt Salzburg. Zollschranken sowie die Verfügbarkeit und der Wettbewerbsvorteil deutscher Zulieferer veranlassten den Firmengründer, selbst in Österreich zu produzieren. Auf der Suche nach Wissen, Mitarbeitern und möglichen Produktionsstätten wurde er in der alten verstaatlichten Industrie fündig. Die erste technologische Basis der „Alpen“-Bohrer geht auf die Steyr-Werke zurück. Sie kauften auch die ersten Produktionsmaschinen.
Vor 48 Jahren wurde der Produktionsstandort „ALPEN“ in der steirischen Eisenstraße in St. Gallen, wo Potenzial für Fachkräfte vorhanden war. Damit war der Grundstein für das Werk gelegt und die Produktionsmaschinen von Steyr wurden dorthin verlagert. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich das Werk zu einem Wettbewerbszentrum für die Herstellung von Bohrern für alle Untergründe (Metall, Beton, Stein, Holz, Glas, Keramik) und ist damit einzigartig in der Branche. 2016 hat die St. Gallen, das derzeit über 140 Mitarbeiter beschäftigt, um 5,2 Millionen Euro ausgebaut und die Produktionsfläche um 2.500 m² erweitert. Durch die Übernahme der Kestag (Kärntner Eisen und Stahl AG in Ferlach) und des deutschen Mischkonzerns May entstand in den 1990er Jahren die Marke „MAYKESTAG“, unter der Bohrer und Sonderfräswerkzeuge für die Industrie entwickelt und hergestellt werden. für „Made in Austria“ und bringt österreichische Innovationskraft verbunden mit Produktqualität auf alle Kontinente der Welt.
„Heute ist ALPEN-MAYKESTAG nicht nur der führende österreichische Hersteller von Bohr- und Fräswerkzeugen, sondern wir bieten als einziger Bohrer und Fräser zur Bearbeitung verschiedenster Materialien und das in höchster Qualität. Unsere Produkte sind „Sie werden ausschließlich in Österreich hergestellt. Nur so können wir stets höchste Qualität garantieren. Daher ist regionale Wertschöpfung Teil unserer DNA”, so Claudia Zoff.
Mit 350 Mitarbeitern wurde 2020/2021 ein Umsatz von 53,4 Millionen Euro erzielt (+ 5,5 % im Vergleich zum bisherigen Umsatz in der Krone). „Hightech“-Schmiedeprodukte sind international sehr gefragt und werden in mehr als 90 Länder der Welt geliefert. Die Exportquote des Familienunternehmens liegt bei 80 %. An den Produktionsstandorten in St. Petersburg werden jährlich mehr als 1.200 Tonnen Stahl verarbeitet, der aus Qualitäts- und Nachhaltigkeitsgründen zu 90 Prozent aus Österreich und zu zehn Prozent aus Deutschland stammt. Gallen und Ferlach. Das bedeutet täglich etwa 120.000 Stück hochwertiger Bohr- und Fräswerkzeuge, also 30 Millionen Stück pro Jahr. Das breite Produktsortiment umfasst rund 17.000 Artikel. Unter der Marke „ALPEN“ werden Fachhandel, Handel und Industrie mit Präzisionswerkzeugen beliefert. Hochleistungswerkzeuge für die metallurgische Industrie wie Automobilindustrie, Luftfahrttechnik, Messtechnik und Maschinenbau etc. sie werden unter dem Markennamen „MAYKESTAG“ vertrieben.
Von rechts: Geschäftsführer Ing. Mag. (FH) Claudia Zoff, LH Dr. Wilfried Haslauer und DI (FH) Gregor Gumpenberger-Friesacher
ALPEN-MAYKESTAG GmbH
Urstein Nord 67, 5412 Puch Österreich +43 662 44901-0