Der wahre Schuldige ist nicht einmal Samsung, sondern das Betriebssystem Android. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Apple gibt es jedes Jahr Hunderte neuer Android-Geräte, die alle mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen ausgestattet sind. Um sie ein wenig zu vereinheitlichen, gibt es mehrere API-Schnittstellen, die Programmierer verwenden können. Dies sollte den Zugriff auf die Kamera erleichtern. Aber auch hier gibt es keinen Konsens, vor allem, weil einzelne APIs nicht alle Funktionen von High-End-Kameras abdecken.
Beispielsweise bietet Google mit der „Camera“-API eine Schnittstelle an, die nur eingeschränkte Funktionen bietet. Es wurde hauptsächlich auf älteren Geräten verwendet. „Camera2“ baut darauf auf, bietet aber keine HDR-Features, die inzwischen von mehreren Smartphone-Herstellern auf ihren Geräten implementiert wurden. In Zukunft wird es die “CameraX”-API geben, die dieses Feature und weitere Annehmlichkeiten bieten wird. Die API befindet sich jedoch noch in der Entwicklung.
Ob der Funktionsumfang auf das Galaxy Z Fold 3 beschränkt bleiben wird, ist unklar. Denkbar ist, dass künftig auch andere Galaxy-Smartphones des Herstellers, etwa die Flaggschiff-Reihe S22, davon profitieren.