Schlafverhaltensstudie – Nur die Hälfte der Schweizer schläft gut

  • Fast zwei Drittel der Schweizerinnen und Schweizer leiden nachts an mindestens einer Form von Schlafstörungen.
  • Einer Studie zufolge gab knapp die Hälfte an, gut oder sehr gut schlafen zu können.
  • Jeder Fünfte bewertet seinen eigenen Schlaf als „nicht gut oder gar nicht gut“.

Deutschschweizer klagten laut Studie am seltensten über schlechten oder sehr schlechten Schlaf (19 Prozent). Bei den Römern waren es 26 Prozent, im Tessin sogar 32 Prozent. Stadtbewohner scheinen auch mehr Schlafstörungen zu haben als Landbewohner.

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Die Studie «Health Forecast» zum Schlafverhalten in der Schweiz wurde von der Krankenkasse Sanitas finanziert. An der Umfrage nahmen rund 2.000 Personen zwischen 18 und 74 Jahren aus allen Teilen des Landes teil.

Auch die ihm zugeschriebene „gesunde Natur“ hat einen großen Einfluss auf die Schlafqualität: „Gesundheitsmuffel“ klagen deutlich häufiger über schlechten Schlaf als Gesundheitsbegeisterte, Pragmatiker und Gesundheitsinteressierte.

Studien deuten darauf hin, dass Schlafentzug und Schlafmangel die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Beispielsweise können Schlafprobleme und Schlafmangel Depressionen verstärken, Apathie verschlimmern und zu mehr Unfällen führen. Langfristig erhöht es auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zähneknirschen, Schnarchen und Wadenkrämpfe

Laut der Umfrage wissen viele jedoch nicht, wie schädlich Schlafentzug sein kann. Zähneknirschen, Schnarchen und Krämpfe in den Beinen sind nur einige Beispiele für Schlafentzugsfaktoren, unter denen die Schweiz leidet. Viele haben auch mit Schlafproblemen und dem Einschlafen zu kämpfen, wobei es sich eher um Frauen als um Männer handelt.

Fast jeder zehnte Mensch ist so stark von Alpträumen betroffen, dass er von einer Schlafstörung sprechen würde. Die Hälfte der Befragten wird mindestens einmal im Jahr von gruseligen Träumen heimgesucht.

Handys halten uns vom Schlafen ab

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Die Ergebnisse der „Health Forecast“-Studie führten zu einem Buch mit dem Titel „The New You“. Rosita Neumann, Neurologin und Schlafmedizinerin am Zentrum für Schlafmedizin der Hirslanden-Gruppe in Zürich, sagt in einem Interview im Buch, dass «das Verschwimmen der Grenze zwischen Beruf und Privatleben» unserer ständigen Erreichbarkeit geschuldet sei oft oder dauerhaft. .

„Wenn wir abends in diesem Spannungszustand auf unser Handy schauen, anstatt zu schlafen, gerät unsere biologische Uhr durcheinander und hindert uns daran, noch mehr zu schlafen“, sagt der Forscher.

Neun von zehn Befragten sind für Stress und Angst verantwortlich. Handy-, Computer- und Fernsehnutzung stehen ebenso auf der Problemliste wie Schmerzen, Lärm, falsche Ernährung, Alkohol und Bewegungsmangel.

Sex, um besser zu schlafen

Um Schlaflosigkeit entgegenzuwirken, nimmt fast jeder zehnte Befragte Medikamente ein. Eine ähnliche Anzahl probiert homöopathische Mittel und testet fast alle zwanzig Tropfen CBD.

63 % der Männer sagen auch, dass sie nach dem Sex besser schlafen, verglichen mit 46 % der Frauen. Vor allem die Tessiner betrachten Sex als nützliches Mittel, um gut zu schlafen.

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