„Schlechtes Management mit Werbung“ Wieder das Chaos an den NRW-Flughäfen

Düsseldorf / Köln (NRW) – Der Samstag beginnt wie er am Freitag geendet hat. Eurowings und Lufthansa haben kurz zuvor wieder viele Flüge zum Flughafen Düsseldorf gestrichen.

Das berichtete Özay Tarim von ver.di am Samstagmorgen in den frühen Morgenstunden. Er war seit 6:30 Uhr morgens am Flughafen. „Bisher wurden neun Flüge gestrichen. Gestern waren bereits 16 Flüge gestrichen worden. Dadurch haben sich die Themen der Sicherheitskontrolle deutlich verschoben“, sagt Tarim, der von einer „Katastrophe an allen Ecken und Enden des Flughafenbetriebs“ spricht. .

Die Passagiere würden per SMS benachrichtigt, aber am Flughafen gebe es so gut wie keine Werbung.

Laut Tarim werden Passagiere und Mitarbeiter jeden Tag buchstäblich als Geiseln genommen, es sei “Misswirtschaft mit einer Anzeige”.

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Ein Flughafensprecher bestätigte den starken Andrang am Morgen. Der vorübergehend gestörte Gepäcktransport sorgte in Düsseldorf für Besorgnis. Der Flughafen twitterte: „Aufgrund einer Computerstörung im Gepäckmanagementsystem kann heute Gepäck bei DUS zurückgelassen werden.“ Auch kurzfristig gestrichene Flüge sorgten für Frust bei Reisenden.

Vor den Check-in-Schaltern bildeten sich am Samstag nach der Streichung der Flüge nach Düsseldorf große Menschenmengen

Foto: Hojabr Riahi

Unproblematisch seien dagegen die Sicherheitskontrollen: „Wir müssen in Düsseldorf zwischen zehn und 15 Minuten warten und sind damit sehr zufrieden“, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Er hatte sein Personal aufgestockt.

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Am Flughafen Köln/Bonn ist das anders: „Dort haben wir 60 bis 90 Minuten Wartezeit an Sicherheitskontrollen“, sagte der Sprecher. Grund seien krankheitsbedingte Personalausfälle „im dreistelligen Bereich“. Dies kann nicht mehr kompensiert werden.

Gegen Mittag verlängerte sich die Schlange vor dem Check-in noch einmal einige hundert Meter bis zum Terminal 2. Passagierstaus häufen sich etappenweise: „Das hat mit Stoßzeiten zu tun, wenn mehrere Flugzeuge gleichzeitig abfliegen ab einem bestimmten Zeitfenster wird es stressig für alle, Passagiere und Flughafenpersonal“, erklärt Özay Tarim. . Wegen Arbeitsüberlastung von Tarim fehlten am Samstag 45 Luftsicherheitsassistenten in Köln/Bonn. “Securitas”-Mitarbeiter hatten Patienten gemeldet.

Die Bilder ähneln sich: Sonntags lange Schlangen am Flughafen Köln/Bonn

Fotografie: Patric Fouad

Ein Einsatzleiter der Bundespolizei zog am Mittag Bilanz: „Wir hatten bisher keinen Handlungsbedarf wegen aggressiven Verhaltens. Aber die Lage wird bis zum Abend angespannt bleiben.“

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Trotz stundenlangem Warten an den Sicherheitskontrollen mussten einige Passagiere am Freitag zusehen, wie ihre Flugzeuge abhoben. Bereits am Morgen des letzten Schultages vor den Sommerferien hatten die Warteschlangen für die Gepäckaufgabe und die Sicherheitszone die Terminals passiert.

Schuld ist der Ausnahmezustand: Massiver Personalmangel an Sicherheitskontrollen, auch Fluggesellschaften kämpfen mit hohem Krankenstand und Streiks. Am Flughafen Köln/Bonn erstreckte sich eine Hunderte Meter lange Linie fast über die gesamte Länge des Flughafens.

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