Schnupperessen in der Neuen Höhe

Unter dem Dach eines neuen Luxushotels, französisch, knackig und wienerisch: The New Highness.

Im Erdgeschoss gekaufte Uhren können ein paar Stockwerke in die Innenstadt getragen werden: Inmitten von Luxusmarken hat auf den Wiener Tuchlauben das elegante Rosewood Hotel eröffnet, mit Restaurant und Bar namens Neue Höhe im sechsten und siebten Stock . (Im Fahrstuhl heißt es auf Deutsch natürlich Etage, da fängt der Sprachspaß an). Die Rezeptionistin oben spricht nur Englisch, weshalb der Aufzugswärter (der Ansturm auf die Rooftop-Bar ist unten schon geregelt) auch bei Wiener Gästen schnell auf Englisch umschaltet. Zuerst treffen Sie auf die Show-Küche, Entschuldigung, den Show-Küchenbereich mit einem Sharing-Bereich und einer Seafood-Bar.

mehrsprachig

Die Speisekarte umfasst bekannte Backwaren wie Pfannkuchen und Kose-Kuchen bis hin zu Knoblauchbutter und Rindfleischsuppe. Zum Glück ist das Küchenteam um Bernhard Stocker, zuvor im Restaurant Ludwig van, in seiner Kerndisziplin gefestigter. Steaks und Oktopus kommen aus dem Josper-Grill, die vier Arme sind nichts für Arme – 90 Euro für einen halben Oktopus mit Beilagen. Als Beilage gibt es eine sehr dicke Leberpastete und eingelegtes Gemüse, beides sorgfältig zubereitet. Foie-Terrine und Omelett-Rillettes offenbaren frankophile Tendenzen, als die größten Vorspeisen, die Sie erwarten können, ist nicht überraschend, Teil I, Burrata und, nicht überraschend, Teil II, Kalbstatar (15 bzw. 21 Euro). Rohe Holzkohlestreifen werden dezent in Limette mariniert und mit roten Zwiebel- und Johannisbeerspalten (16 Euro) gepaart, das solide Attribut für die kalte Erbsencremesuppe mit Speck und Minze (9 Euro). Vegan zu sein scheint jedoch eine mühsame Pflicht zu sein, die Spike-Paprikaschoten mit Quinoa über einer seltsam fadenziehenden Kokoscreme zeigen, dass nicht alles, was in etwas gestopft wird, eine Füllung ist, und es ist sicherlich keine Befriedigung. Beim Cooked Beef sind Handwerk und Materialien gleich (ab 31 Euro), beim Risotto mit Räucheraal und Stracchino (23 Euro). Ob der Kaiserschmarren gelingt, ist natürlich Glückssache, wie es sich anhört: Der „Schaukasten“ holt viele Punkte.

Mehrsprachige Speisekarte und Küche in der Neuen Hoheheit. Christine Pichler

Für einen Großteil der Gäste wird die Aussicht wichtiger sein als die Küche. Auch der Blick auf die Peterskirche vom hochgelegenen Gastgarten. Eine Etage höher, auf der Barterrasse, sind auch die anderen Himmelsrichtungen frei. Doch diese Terrasse muss um 22 Uhr schließen, teilt ein Kellner mit: In den benachbarten teuren Penthouses wollen sich die Nachbarn für das ganze Geld in Ruhe ausziehen können. Überblick über das Zentrum von Wien.

Information

Neue Hoheit, Tuchlauben 4, 1010 Wien, Tel.: +43/(0)1/799 98 88 87 77, Restaurant: Mi–So: 12–14:30, 18–22:30 Uhr Weitere Rubriken in: DiePresse. com/lokalkritiken

(“Das Presseschaufenster” vom 26.08.2022)

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