Schockierende Nachricht: Der Branche drohen weitere Krisenjahre

Experten schlagen Alarm: Die Volkswirtschaft dürfte nach diesem Jahr stagnieren. Die Branche erlebt schwierige Zeiten.

Die weltwirtschaftliche Lage ist derzeit besonders schwierig. Der Krieg in der Ukraine, die Folgen der Corona-Pandemie, die hohe Inflation und die Energiekrise beschäftigen auch die heimische Industrie. Aktuelle Daten zeigen, dass die kommenden Jahre herausfordernd werden.

Ein sehr besorgter Dritter

Ein Drittel der nationalen Industrieunternehmen geht bereits von einem negativen Geschäft in diesem Jahr aus. Während die Auftragslage gut ist, können viele Unternehmen aufgrund von unterbrochenen Lieferketten oder Fachkräftemangel mit der Produktion nicht Schritt halten.

Auch Ökonom Christian Helmenstein geht davon aus, dass Österreich und Europa in den kommenden Jahren abgehängt werden. Der Ö1-Mittagsjournal-Experte geht davon aus, dass die hohen Energiepreise dazu führen werden, dass das Land im Wettbewerb mit Asien und Amerika weiter zurückfallen wird.

Aus diesem Grund fordert der Generalsekretär des Bundesverbandes der Industrie, Christoph Neumayer, eine Übergangsphase beim fortschreitenden Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. „Wir brauchen neue Anknüpfungspunkte, neue Angebote und eine klare Strategie“, sagte Neumayer. Auch diese Übergangsphase würde dem Markt zu einer „Ruhe“ verhelfen.

In jedem Fall brauche es in den kommenden Jahren „eine kreative Politik, die Zuversicht vermittelt, um Krisen zu meistern“, sagte Neumayer. Dann wäre es auch notwendig, eine klare Strategie gegen den Fachkräftemangel vorzulegen und Lösungen für die Krisen der Zeit anzubieten. Die Anhebung des Leitzinses durch die EZB wäre jedenfalls „schädlich“ für die Branche, da sie Investitionen dämpfen würde.

Das Wirtschaftswachstum wird stagnieren

Wirtschaftsforscher wie Helmenstein gehen mittlerweile davon aus, dass das Wirtschaftswachstum nach diesem Jahr stagnieren wird. Für 2022 wird zwar noch ein Wachstum von vier Prozent prognostiziert, in den Folgejahren soll es aber auch bei gesicherter Energieversorgung nicht über ein Prozent hinausgehen. Auch die hohe Inflationsrate dürfte in absehbarer Zeit nicht nachlassen. Der Ökonom geht davon aus, dass das Zwei-Prozent-Ziel erst in vier Jahren wieder möglich sein wird.

Nav-Account TK Zeit21.07.2022, 16:52| Zeit: 21.07.2022, 17:00

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