Scholz in Regierungsumfrage: „AfD ist auch Russlands Partei“

Deutschland Scholz in Regierungsumfrage

„AfD ist auch Russlands Partei“

Stand: 17:02 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Bundeskanzler Scholz nennt AfD „Russlandpartei“

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die AfD als „Partei Russlands“ bezeichnet. In der Regierungsumfrage beantwortete er eine Frage des AfD-Abgeordneten Steffen Kotré, der die Sanktionen gegen Russland als „sinnlos“ bezeichnete. Sehen Sie sich hier die vollständige Regierungsumfrage an.

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Bundeskanzler Olaf Scholz stellt sich erneut den Fragen von Bundestagsabgeordneten. Auf eine Frage der AfD-Fraktion, warum die Pipeline Nord Stream 2 nicht in Betrieb genommen wurde, reagierte Scholz energisch.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die AfD als „Partei Russlands“ bezeichnet. Er antwortete auf eine Frage des AfD-Abgeordneten Steffen Kotré in der Regierungswahl vom Mittwoch im Bundestag, der Sanktionen gegen Russland als “sinnlos” bezeichnete und die Inbetriebnahme der Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland forderte.

Scholz kommentierte mit den Worten: „Ich glaube fest daran, dass die AfD nicht nur eine rechtspopulistische Partei ist, sondern auch die russische Partei.“ die dafür notwendige Infrastruktur. “Das ist echte Energiesicherheit für Deutschland im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger.”

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Die von der Bundesregierung in der Ukraine zugesagten Sicherheitsgarantien lassen sich laut Scholz noch nicht konkretisieren. Die Gestaltung solle zunächst mit Partnern und auch mit der Ukraine selbst diskutiert werden, sagte Scholz bei der Regierungsbefragung im Bundestag.

Ringwechsel: Scholz kündigt weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an

Der CDU-Außenexperte Jürgen Hardt warf der Bundesregierung eine „stagnierende Taktik“ im Zusammenhang mit der Lieferung von Panzern für die Ukraine vor. Er verwies unter anderem auf den sogenannten „Ringtausch“, in dessen Rahmen die Bundesregierung schwere Waffen aus den BRD-Systemen vor allem an die Staaten Osteuropas liefern wolle, damit diese ihrerseits eigene Waffen ausliefern können Sowjetische Bestände in der Ukraine.

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Die Vorbereitung des Ringtauschverfahrens soll laut Bundeskanzler Scholz in Kürze beginnen. Scholz sagte, die Vereinbarungen mit mehreren Partnerländern seien “so konkret geworden, dass sie in direktem Zusammenhang mit Auslieferungen stehen”. Scholz äußerte sich nicht dazu, in welchen Ländern der Ringtausch zuerst stattfinden wird. Über diese Austauschabkommen führt die Bundesregierung seit mehreren Wochen Gespräche mit Tschechien, der Slowakei, Polen, Slowenien und Griechenland.

Scholz warnt Koalition: „Nicht jeden Tag neue Hilfsvorschläge“

In der Koalitionsdebatte über Hilfsmaßnahmen angesichts der hohen Inflation machte die Kanzlerin vor allem den Vorschlägen der FDP-Bundestagsfraktion einen Strich durch die Rechnung: „Wenn es jetzt um ein ganz großes und riesiges Klangpanorama von Vorschlägen geht, werden die Bürgerinnen und Bürger das nicht mehr haben Eindruck, dass wir als Verantwortliche das tun, was sie von uns verlangen.“

Damit reagierte er auf die Forderungen der Liberalen nach Abschaffung der „kalten Progression“ bei der Lohn- und Einkommensteuer. Scholz sagte, die Debatte sollte einer sogenannten “konzertierten Aktion” mit Gewerkschaften und Arbeitgebern überlassen werden. Aus der Debatte in einem Bündnis ließen sich auf diese Weise die einzelnen Schritte ableiten, „auch fiskalischer Natur“. Sie strebt einen breiten gesellschaftlichen Konsens an. Scholz betonte zudem, dass die beiden Hilfspakete mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro “nicht ausreichten”.

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Die sogenannte kalte Progression tritt auf, wenn sich das Steuersystem nicht an die Inflation anpasst. Bei Lohnerhöhungen etwa können Menschen in eine höhere Steuerklasse abrutschen und haben dadurch netto weniger Geld als vorher.

Energiekrise: Ölkonzerne sollen Steuern senken, Atomausstieg fortsetzen

Bundeskanzler Olaf Scholz hat gegenüber den Mineralölkonzernen eine klare Ansage gemacht. Er hat die Unternehmen aufgefordert, die Steuern für die Kunden zu senken. Es sei „deprimierend“, zu sehen, dass einige Unternehmen derzeit besonders stark von der Situation profitieren, heißt es in der Regierungsumfrage. Noch mehr seien die Unternehmen verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Preise nicht in die Höhe schießen, sagte er mit Blick auf den Pfandrabatt.

Die Debatte um die Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken wies die Kanzlerin zurück: Scholz weigerte sich, die Laufzeit der drei noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerke in Deutschland zu verlängern. Vielmehr seien es die drei Reaktoren, die im Sommer möglichst viel Strom produzieren, um gleichzeitig die Gasstromerzeugung zu reduzieren, sagte Scholz bei einer Regierungsbefragung im Bundestag.

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Bei der Regierungsumfrage beantworten Kabinettsmitglieder 60 Minuten lang Fragen von Gesetzgebern. Es können Fragen zu allen Themen gestellt werden.

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