Scholz warnt vor einer weltweiten Renaissance der fossilen Brennstoffe

Deutschland Steigende Energiepreise

Scholz warnt vor einer weltweiten Renaissance der fossilen Brennstoffe

Stand: 13:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

„Die Klimakrise ist das größte Sicherheitsproblem für alle Menschen auf diesem Planeten“

Außenministerin Annalena Baerbock hat die Partnerstaaten aufgefordert, ihre Kräfte zu bündeln und die Anstrengungen zur Bekämpfung der menschengemachten Erderwärmung zu intensivieren. „Die Klimakrise macht vor keiner Grenze halt“, sagte er vor Beginn des Petersberger Klimadialogs.

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Der Anteil der Energieerzeugung aus Kohle nimmt in Deutschland derzeit zu. Laut Olaf Scholz handelt es sich jedoch nur um eine vorübergehende Notmaßnahme. Langfristig wird die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern angestrebt, auch um CO2-neutral zu sein.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat vor einer weltweiten Renaissance der fossilen Brennstoffe gewarnt. Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine und der rasante Anstieg der Energiepreise bestärken nur sein Ziel, “mit voller Kraft” aus Kohle, Öl und Gas auszusteigen, sagte Scholz am Montag beim Petersberger Klimadialog in Berlin. „Unser Motto lautet: Jetzt erst recht.“

Scholz sagte, niemand könne zufrieden sein, dass der Anteil der Kohleverstromung in Deutschland derzeit wieder steige. Allerdings handelt es sich dabei um eine vorübergehende Notmaßnahme: Sie geht nicht zu Lasten der deutschen Klimaziele. „Alles, was wir heute tun, um die Gasversorgung sicherzustellen, muss sich an unserem Ziel orientieren, zukünftig in Deutschland und weltweit CO2-neutral zu sein“, sagte Scholz.

Konkret bedeutet dies, dass keine neuen dauerhaften Abhängigkeiten von fossilen Energieträgern geschaffen würden. Nicht in Deutschland, aber auch nicht in den Erzeugerländern. Wenn heute neue Energieverbände geschlossen werden sollten, dann nur mit einer klaren Perspektive für die Energiewende oder einen Umstieg auf grünen Wasserstoff.

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Auch Außenministerin Annalena Baerbock hat die Partnerstaaten aufgefordert, ihre Anstrengungen gegen die menschengemachte Erderwärmung zu intensivieren. „Die Klimakrise ist mittlerweile das größte Sicherheitsproblem für alle Menschen auf dieser Erde“, sagte der Grünen-Politiker.

„Die Klimakrise macht nicht an Grenzen halt. Deshalb sollten Reaktionen vor keiner Grenze Halt machen“, sagte Baerbock. Ziel sei es, gemeinsam und international „die größte Sicherheitsbedrohung dieses Jahrhunderts“ eindämmen zu können.

Der Petersberger Klimadialog ist ein Schlüsselelement, um den Weg für eine erfolgreiche globale Klimakonferenz COP27 im November dieses Jahres in Ägypten zu ebnen. „Wir sitzen alle im selben Boot, das heißt, wir können einfach gemeinsam etwas verändern“, sagte Baerbock.

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Insbesondere der Ausbau erneuerbarer Energien muss vorangetrieben werden. Der russische Angriffskrieg wirkte sich zunächst negativ auf die Klimakrise aus. „Wir werden in den kommenden Monaten weitere Kohlekraftwerke ans Netz bringen, aber nur als kurzen Schub“, sagte Baerbock.

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