Schrecken des Krieges: „Wer Augen hat, sieht“

Fotos der zerstörten Ukraine und Goyas „War Disasters“-Serie wurden zu einer „Erklärung“ gegen den Krieg kombiniert.

Genauso brisant kann und soll die Arbeit des Museums sein: Albertina nahm in wenigen Wochen eine Sonderausstellung in ihr dichtes Programm auf, die zeitlich nicht näher sein könnte: „Die Schrecken des Krieges. „Goya und die Gegenwart“ klingt nach einer großen Generalshow, auf die wir warten müssen. Aber es ist ein ungewöhnlich ungleiches Paarrennen, dessen Logik durch die Mission gerechtfertigt ist.

M. Palinchak, “Exodus” (ein überfüllter Evakuierungszug von Donbass-Leuten). Palinxak

Der berühmteste grafische Zyklus der westlichen Kunstgeschichte, Francisco de Goyas „Kriegskatastrophen“, wird von Fotografien zur Zeitgeschichte des Krieges gegen die Ukraine begleitet. Fotograf Mykhaylo Palinchak, 1985 in Uzhgorod geboren und in Kiew lebend, hätte wohl nicht im Traum daran gedacht, mit Goya in der Albertina ausgestellt zu werden. Jedenfalls hätte ich lieber von etwas anderem geträumt. Denn er wollte nie das sein, was er über Nacht sein musste: ein Kriegsfotograf. Dies erklärte Palinchak auf einer Pressekonferenz, an der auch ukrainische Diplomaten in Wien teilnahmen.

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