Entscheidet sich die Schule für diesen Schritt, ist der Nachweis über die Teilnahme am Präsenzunterricht zwingend erforderlich. Andere Maßnahmen oder solche, die zwei Wochen überschreiten, bedürfen der Zustimmung des Kultusministeriums oder des Ministeriums. Eine Verpflichtung zur Durchführung von PCR- oder Antigentests zum Schulbeginn oder in der aktuellen Risikolage besteht nicht. PCR-Tests können nur vom Bildungsministerium angeordnet werden.
Zu Schulbeginn empfiehlt das Ministerium freiwillige Tests: Wie im Vorjahr müssen die Schülerinnen und Schüler möglichst am ersten Unterrichtstag mit einem gültigen Test (PCR) in die Schule kommen Darüber hinaus bieten alle Schulen während der ersten Schulwoche montags, dienstags und mittwochs Antigentests für Schüler, Lehrer und Verwaltungspersonal an.
Auch Schulen können für eine begrenzte Zeit Masken bestellen
Und mit Masken? In begründeten Fällen, wie z.B. Infektionsfällen im Unterricht, kann die Schulleitung eine Maskenpflicht für bis zu zwei Wochen anordnen (Mund-Nasen-Schutz in Grundschule/AHS-Unterstufe/Mittelstufe/Sonderschule, FFP2-Maske in der obersten Stufe). ) . Diese müsse, wie auch die Testpflicht, “auf der Grundlage von Anhaltspunkten für das Infektionsgeschehen am Schulstandort begründet werden”. Mit Zustimmung des Erziehungsdepartements ist eine Dauer von mehr als zwei Wochen möglich.
„Wenn du dich gesund fühlst, dann musst du“
Der neue Kurs startet ohne Test- und Maskenpflicht. Es könne also begonnen werden, wie das letzte aufgehört habe: Generell gelte „mehr Eigenverantwortung“, sagte ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek bei einer Pressekonferenz in Wien. Trotz der Kritik bleibt der Fall bestehen, dass asymptomatische Lehrer und Schüler der Realschule trotz Infektion mit einer FFP2-Maske zum Unterricht kommen können. „Wenn du dich gesund fühlst, dann solltest du es tun. Wenn ich mich nicht gesund fühle, sollte ich es nicht tun“, sagte Polaschek vor Medienvertretern.
Asymptomatische Lehrer und Schüler können zur Schule gehen
Asymptomatische Lehrkräfte können an Bundesschulen mit FFP2-Maske unterrichten (Bundesländer als Arbeitgeber entscheiden dies in Pflichtschulen), asymptomatische Schülerinnen und Schüler können auch mit FFP2-Maske den Unterricht besuchen. ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek hält trotz der Kritik daran fest, wie er am Montag auf einer Pressekonferenz sagte („Es gibt keinen Grund, Bildung anders zu behandeln als andere Lebensbereiche).
Schulstart ohne Pflichttests und Masken
Ausgenommen sind Grundschulkinder – sie sollen nicht den ganzen Tag eine FFP2-Maske tragen. Für Personen unter elf Jahren gilt im positiven Fall ein Betretungsverbot, wie Polaschek sagte. Schulen müssen einen Raum für asymptomatische Schüler (ab elf Jahren) oder Lehrer haben, in dem die Maske abgenommen werden kann.
Laut Polaschek („höhere Eigenverantwortung“) liegt die Entscheidung, ob sich jemand trotz der Infektion in der Lage fühlt, zu unterrichten oder am Unterricht teilzunehmen, bei der jeweiligen Person (wenn keine Symptome vorliegen). Wer sich gesund fühlt, hat die Möglichkeit zur Schule zu gehen, wer sich krank fühlt, muss zu Hause bleiben. Bei Symptomen wie Husten, Heiserkeit etc. müssen Betroffene zu Hause bleiben.
Fernunterricht: Der Bildungsdirektor entscheidet
Und Fernstudium? Über das zentrale Element der letzten Jahre der Pandemie kann die Schulleitung nicht eigenständig verfügen. Er kann zwar „fremden Unterricht“ anordnen, dies bedarf jedoch der Zustimmung der Schuldirektion. Zudem muss eine Betreuung bis zur achten Klasse angeboten werden. Generell muss laut Erlass des Bildungsministeriums durchgehend Präsenzunterricht stattfinden.
Daher müssen Schülerinnen und Schüler grundsätzlich am Unterricht teilnehmen: Ausnahmen gibt es nur, wenn der Verkehr aufgrund einer Infektion eingeschränkt ist oder wenn Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte oder im Haushalt lebende Personen einer Risikogruppe angehören oder Schülerinnen und Schüler „nicht in der Schule sind“. Gründe dafür”. im Zusammenhang mit Covid-19, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu können.“ Dies muss jedoch durch eine Bescheinigung nachgewiesen werden.
Debatte
Wie wird das Schuljahr verlaufen?
Keine landesweiten Abschaltungen mehr
Polaschek kündigte an, dass es dieses Jahr keine Schulschließungen mehr geben werde. Bezüglich der Matura konsultieren Sie Experten. „Wir werden sehen, ob wir mit der Matura wie bisher weitermachen oder ob ein Wechsel nötig ist“, sagt Polaschek. Man sei auf alle Szenarien vorbereitet, sagte der Minister. Und er freut sich, dass es eine globale Strategie gibt, die auch Schulen einschließt.
FCG: Gewisse Sicherheit durch freiwillige Antigen-Testung
Lehrervertreter begrüßten die Regeln am Montag. Es sei ein ganz normaler Start gewesen, sagte Spitzengewerkschafter Paul Kimberger (FCG). Er erwartet eine breite Teilnahme an freiwilligen Tests zum Schulstart – das würde eine gewisse Sicherheit geben, so Kimberger. Wichtig war der Gewerkschaft auch, dass Schulen in diesem Jahr wieder Masken und Pflichttests (Antigene) für bis zu zwei Wochen autonom ausstellen können.
Er kritisiert, dass auch infizierte Schüler und Lehrer mit FFP2-Masken in die Schule kommen können. “Wir glauben, dass Infizierte in der Schule nichts zu suchen haben.” Es ist nicht realistisch, dass jemand stundenlang eine Maske trägt. Kimberger kritisierte auch, dass es aufgrund von Verzögerungen im Ausschreibungsverfahren noch keine Lösung für Schul-PCR-Tests im nächsten Schuljahr gebe.
Elternverein: „Die Rahmenbedingungen lassen Handeln zu“
Der Bundeselternverband freue sich, dass Kinder und Jugendliche ohne Einschränkungen in das neue Schuljahr starten könnten, sagte der Sprecher Marcus Dekan. „Außerdem glauben wir, dass die Rahmenbedingungen das vorgeschlagene Vorgehen derzeit zulassen.“ Ein freiwilliger Antigentest zu Beginn des Schuljahres ist nicht perfekt, aber immerhin ein Sicherheitsnetz nach der Rückkehr aus den Ferien.
Auch Elternvertreter sind skeptisch gegenüber Infizierten in Schulen. Dekan hofft jedoch, dass Eltern ihre Kinder ohne Symptome nicht zum Unterricht gehen lassen und dass infizierte Lehrer auch ihre Arbeit nicht aufnehmen. Wie Kimberger ist die Idee, dass Infizierte in einem speziellen Raum Masken tragen sollen, angesichts des Platzmangels in vielen Schulen nicht umsetzbar.
Die Sprecherin der Öllinger Bundesschule mit einem Testanruf
Die scheidende Bundesschulsprecherin Susanna Öllinger von der ÖVP-nahen Hochschülerschaft appellierte an die Schülerinnen und Schüler, die freiwillige Testmöglichkeit zum Schuljahresbeginn zu nutzen. Je nach Verlauf der Infektion müssen auch diese Tests fortgeführt werden, schließlich hatten sie bereits im vergangenen Jahr ihre Aussagekraft bewiesen.
Die Schülervertretung der Bundesschule befürwortet, dass keine Maskenpflicht mehr besteht, solange es die Infektionslage zulässt. Problematisch findet die Schülervertretung hingegen auch Infizierte an Schulen. Sollte sich diese Regelung auf das Infektionsgeschehen auswirken, bedarf es hier einer Änderung, so Öllinger.
SPÖ: „Einfach verantwortungslos“
Scharfe Kritik kam von SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler. Offene Schulen erfordern maximale Schutzmaßnahmen, wie z. B. Tests und Luftfiltersysteme in jedem Klassenzimmer. “Es reicht nicht zu erwarten, dass es irgendwie geht und mit der dritten Corona-Schule, die direkt danach beginnt, ist es einfach unverantwortlich.” Auch abseits von CoV sieht Tanzler viele offene Fragen: Polaschek habe „noch nicht einmal etwas über Inflation oder Bildungspolitik gesagt“. fordere den Hinweis auf eine Antwort heraus.”
NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre begrüßte, dass wieder etwas Normalität in die Schulen einkehre. Doch das allein reicht nicht: Sie fordert Maßnahmen für mehr Chancengleichheit, Integration und gegen den Lehrermangel.
Die Bundesjugendvertretung warnte in einer Aussendung, dass die Pandemie noch nicht vorbei sei. Er forderte zum Beispiel Schulen auf, Klarheit darüber zu schaffen, was im Unterricht passiert, wenn es zu Infektionsfällen kommt. Auch der BJV kritisiert infizierte Schüler im Unterricht. “Eine reine Befallsstrategie bei Kindern und Jugendlichen sollte es nicht geben.”
Hutter: „Im Herbst mit zwei Augen zu“
In der Wissenschaft werden lockere Schulregeln unterschiedlich rezipiert. Für den Epidemiologen Hans-Peter Hutter von der MedUni Wien ist der Verzicht auf Masken und Tests ein Fehler, auch wenn Schutzmaßnahmen in Schulen schwer zu vermitteln sind, wenn sie nicht fast überall zum Einsatz kommen.
Er würde in einer Woche zum PCR-Test gehen, zumindest um sich ein Bild von der Situation zu machen. Weil nur wenig getestet wird und es keine andere Teststrategie gibt, „geht man jetzt blind in den Herbst“, warnte er im „Standard“ (Montagsausgabe).
Ansteckung in der Schule durch “sinnlos” von Laer
Auch die Virologin Dorothee von Laer von der Med-Uni Innsbruck sprach von einem “Blindflug”. Ein Schulstart „ohne größere Einschränkungen“ sei für sie aber gerechtfertigt, da sie nach den ihr vorliegenden Daten davon ausgeht, dass mehr als 90 Prozent der Kinder infiziert sind. Dass Lehrer und Kinder über zehn Jahren, die mit einer FFP2-Maske infiziert sind, in die Schule kommen können, ist nicht sinnvoll. Steigen die Infektionszahlen, …