Tatsache: An einer Grundschule im Bundesstaat Texas hat am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ein Schütze 19 Kinder und mindestens zwei Erwachsene getötet. Dies wurde vom Texas Department of Public Safety bestätigt.
Erick Estrada vom Texas Department of Homeland Security schilderte in einem Interview mit CNN erste Erkenntnisse zum Tathergang: Der Verdächtige habe die Frau zunächst in der Wohnung ihrer Großmutter erschossen, sein Zustand sei kritisch gewesen. . Der Schütze fuhr daraufhin mit einem Auto zur Schule und verursachte einen Unfall. Anschließend stieg der junge Mann mit einer Schutzweste bekleidet aus dem Auto und betrat mit Rucksack und Pistole die Schule. Dort eröffnete er das Feuer. Medienberichten zufolge wurde der Schütze wütend, bis Sicherheitskräfte auf ihn schossen.
Mutmaßlicher Täter: Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Schützen um einen 18-jährigen Mann.
Über die Hintergründe seiner Tat war zunächst wenig bekannt. Die Forscher hielten sich bedeckt. Medienberichten zufolge kaufte der Schütze die Tatwaffe vor rund einer Woche, kurz nach seinem 18. Geburtstag. Laut CNN wiesen ehemalige Schulkameraden dem Schützen ein Instagram-Profil zu, auf dem vor einigen Tagen ein Foto von zwei Gewehren gepostet worden war. Das Verhalten des Schützen habe sich in letzter Zeit geändert, wurde die Washington Post von einem Jugendfreund zitiert.
Der Ort: Das blutige Verbrechen ereignete sich an der Robb Elementary School in der Kleinstadt Uvalde. Die 16.000-Einwohner-Stadt nahe San Antonio in Texas steht unter Schock.
Opfer: Mindestens 19 Kinder und mindestens zwei Erwachsene wurden bei dem Vorfall getötet. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums wurde ein US-Grenzkontrollbeamter bei einer Schießerei verletzt. Viele Kinder wurden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Es ist eines der tödlichsten Schulmassaker in der Geschichte der USA. Allein beim Massaker an der Sandy-Hook-Grundschule in Connecticut im Jahr 2012 kamen mehr Menschen ums Leben.
Reaktionen: Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sprach in einer ersten Erklärung von einer schrecklichen und unverständlichen Tat, die in der kleinen Stadt Uvalde im Süden von Texas stattgefunden habe.
Stunden nach dem Angriff versuchte US-Präsident Joe Biden in Worte zu fassen, was viele Eltern in Uvalde hören: „Ein Kind zu verlieren ist, als würde man einem ein Stück seiner Seele herausreißen“, sagt Biden unmittelbar nach seiner Rückkehr von einer Asienreise ins Weiße Haus.
Biden kennt den Schmerz: Als er jung war, verlor er seine erste Frau und seine kleine Tochter bei einem Autounfall. Eines ihrer erwachsenen Kinder starb später an Krebs. Es sei wie Ersticken, sagt Biden.
Titel: Die Flagge des Weißen Hauses weht auf Halbmast. Schlussstein
Die Debatte brach aus: Das Massaker befeuerte sofort die anhaltende Debatte über die laxen US-Regeln zum Waffenbesitz. Präsident Biden sprach vehement von einer weltweit beispiellosen Epidemie bewaffneter Gewalt. “Wir müssen handeln.” Als Nation müssen sich die Vereinigten Staaten fragen, wann sie endlich der Waffenlobby gegenüberstehen.
Auch der frühere US-Präsident Barack Obama kritisierte oppositionelle Republikaner: „Unser Land ist gelähmt, nicht durch Angst, sondern durch eine Waffenlobby und eine politische Partei, die keine Handlungsbereitschaft gezeigt hat. In keiner Weise, um solche Tragödien zu verhindern.“
61 Schusswunden in den USA im Jahr 2021
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Bildunterschrift: Vor etwas mehr als zwei Wochen tötete ein Schütze in Buffalo zehn Menschen. Schlussstein
Vor etwas mehr als einer Woche eröffnete ein mit einem Sturmgewehr bewaffneter Mann das Feuer auf einen Supermarkt in Buffalo, New York, tötete zehn Menschen und verletzte drei weitere. Er wurde am Tatort festgenommen. Laut Ermittlern war die Tat rassistisch motiviert: 11 der 13 Opfer waren Schwarze.
Im vergangenen Jahr zählte das FBI in den USA 61 Schüsse. Das seien mehr als 50 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das FBI am Montag mit. Seit 2017 hat sich die Zahl verdoppelt. 2021 starben bei Anschlägen 103 Menschen, 140 wurden verletzt. Es wurde gesagt, dass 60 der 61 Schützen Männer waren.