Nachdem die Zustände eines Schweinemastbetriebes im Bezirk Korneuburg bekannt wurden, hat auch die Landwirtschaftskammer Niederösterreich reagiert.
Man sei „überrascht von dem Fehlverhalten“ und biete dem Unternehmen, das das AMA-Gütesiegel trage, Unterstützung bei der Behebung der Missstände an.
Berichten zufolge hat der Verein gegen Tierfabriken Fotos des Unternehmens veröffentlicht, die zahlreiche tote Schweine in verschiedenen Stadien der Verwesung zeigen:
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Manchmal werden tote Tiere von anderen Schweinen gefressen, manchmal bleiben nur ihre Knochen übrig.
„Die Landwirtschaftskammer NÖ setzt sich entschieden für eine artgerechte Tierhaltung ein“, betont die Kammer, „Verstöße gegen die Tierhaltungsordnung müssen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen geahndet werden.“
Vermutet wird ein überforderter Bauer, der die Tiere vernachlässigt hat. Er kündigte an, uneingeschränkt mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Situation zu verbessern. „Diese Bedingungen stellen nicht die gewissenhafte Arbeit aller anderen Schweinebetriebe dar“, betont die Landwirtschaftskammer.
Auch die AMA verurteilte die Konditionen des Unternehmens und schloss es mit sofortiger Wirkung aus dem AMA-Gütesiegel aus. „Wirtschaftssanktionen werden fortgesetzt“, kündigt die AMA an. Dadurch werde das Kontrollsystem im Schweinebereich “massiv verfeinert”. Künftig wird es auch völlig unangekündigte Kontrollen geben, was bisher unüblich war.
Nach einer Kontrolle des betroffenen Betriebes am Freitagmorgen sprach die WADA von „erheblichen Schäden am WADA-Gütesiegel und an der gesamten Schweinewirtschaft“.
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