Schweizer Solidarität: Nur ein Teil der Spenden ist in der Ukraine angekommen Darum geht es

Gepostet am 10. Juli 2022, 4:55 Uhr

Trotz Rekordsummen konnten die Schweizer Hilfswerke nur ein Achtel der Gelder ins Kriegsgebiet schicken.

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Die Solidarität mit der Ukraine ist gross in der Schweiz: Interlakens Industriebetriebe beleuchten ihr Verwaltungsgebäude mit den Farben der ukrainischen Flagge und spenden 8000 Franken. (Archivbild)

PD

Doch nur ein Bruchteil der aus der Schweiz gespendeten Gelder ist in die Ukraine gekommen. (Archivbild)

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Die Zerstörung in der Ukraine ist groß wegen des russischen Angriffskrieges. (Archivbild)

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Trotz Solidaritätswelle und Rekordsummen ist das meiste Geld, das die Schweizer der Ukraine gegeben haben, noch nicht einmal angekommen. Das zeigt eine Umfrage der „SonntagsZeitung“ verschiedener Hilfsorganisationen. Die Solidarität Schweiz, das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas und Helvetas brachten zusammen rund 185 Millionen Franken ein. Aber nur 23 Millionen, das ist ein Achtel der Mittel, wurden bisher direkt in der Ukraine ausgegeben. Zusätzlich wurden sieben Millionen für die Hilfe von Nachbarländern und Flüchtlingen in der Schweiz eingesetzt.

Neben den Sicherheitsrisiken seien auch die Fähigkeiten der mit der Ukraine verbundenen Organisationen eine Herausforderung, sagte die Solidarität Schweiz gegenüber der Zeitung. Es sei schwierig, ausreichend qualifiziertes Personal zu rekrutieren, „da viele Menschen geflüchtet sind“. Zudem betonen Hilfsorganisationen, dass Gelder verteilt werden müssen, da die Spendenbereitschaft mit der Zeit abnimmt.

Der langsame Start der ukrainischen Hilfe ist auch ein internationales Problem. Einer britischen Studie zufolge gab es nach Ausbruch des Krieges keine internationalen Reaktionspläne, was dazu führte, dass lokale Akteure in den ersten Wochen „praktisch die gesamte humanitäre Hilfe für die Ukraine“ leisten mussten. Im Bereich der direkten Bargeldhilfe sind nach UN-Angaben bisher weniger als zwei Prozent der internationalen Spenden bei der Landeshilfe angekommen.

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(chk)

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